Misstöne
Die Olympischen Winterspiele in Vancouver haben nicht überall für Begeisterung gesorgt.

Die Olympischen Winterspiele in Vancouver haben nicht überall für Begeisterung gesorgt.

dpa

Die Olympischen Winterspiele in Vancouver haben nicht überall für Begeisterung gesorgt.

Vancouver (dpa) - Fast ein Jahr nach den Olympischen Winterspielen in Vancouver sorgt ein sportpolitischer Bericht aus London für Aufsehen in Kanada. Das britische Ministerium für Kultur, Medien und Sport verteilt keine gute Noten an die Olympia-Macher.

Die freiwilligen Helfer seien schlecht versorgt, das Farbschema der Winterspiele «blass und zu komplex» gewesen, Fahrer hätten sich verirrt, weil zu wenige Schilder aufgestellt waren, heißt es in dem Bericht. Die Zeitung «Vancouver Sun» hatte ihn unter Bezugnahme auf das britische Gesetz zur Informationsfreiheit angefordert.

Während der Winterspiele im vergangenen Februar an der kanadischen Pazifikküste waren Mitarbeiter des britischen Ministeriums als offizielle Beobachter unterwegs, um Erkenntnisse für die Sommerspiele in London 2012 zu sammeln. In dem Bericht heißt es, dass die nächste Vancouver-Organisatoren aufgrund der leidenschaftlichen kanadischen Sportfans, des Sicherheitskonzeptes sowie des «riesigen Erfolges» mit den öffentlichen Partyzonen gewisse Hürden überwunden hätten.

Das Ministerium stellte aber klar, dass die Einschätzungen keinesfalls die offizielle Position der britischen Regierung zu «Vancouver 2010» wiedergeben. Die notierten «Herausforderungen und Probleme» konzentrierten sich auf vier Bereiche: Transport, Marketing, Beschilderung, Freiwillige. So hätten etwa Busfahrer nicht genügend Kartenmaterial und Funkgeräte erhalten, was zu Verspätungen und Irrfahrten geführt habe.

Die etwa 25 000 freiwilligen Helfer hinterließen bei den Briten hingegen einen sehr guten Eindruck. Doch man habe die Volunteers «nicht angemessen betreut». Die Freiwilligen hätten nur eine Mahlzeit am Tag erhalten, es habe zu wenig Aufwärmräume gegeben, sie hätten als letzte von Ergebnissen erfahren und viele hätten lange Anfahrtswege auf sich nehmen müssen. Diese Problembereiche müssten 2012 in London besser gelöst werden.

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