Olympiasieger
Nach der Trennung von Jonas Reckermann (l) will Julius Brink (r) nun an alte Erfolge anknüpfen. Foto: Rolf Vennenbernd

Nach der Trennung von Jonas Reckermann (l) will Julius Brink (r) nun an alte Erfolge anknüpfen. Foto: Rolf Vennenbernd

dpa

Nach der Trennung von Jonas Reckermann (l) will Julius Brink (r) nun an alte Erfolge anknüpfen. Foto: Rolf Vennenbernd

Hamburg (dpa) - Aus sportlicher Sicht ist es Sebastian Fuchs, der zu Julius Brink aufschauen muss. Wenn der Beachvolleyball-Olympiasieger Brink nach dem Rücktritt von Jonas Reckermann mit seinem neuen Spielpartner Fuchs auf dem Feld steht, ist es jedoch genau andersherum.

Der gebürtige Eckernförder Fuchs ist nämlich 2,02 Meter groß, der Kölner Brink misst nur 186 Zentimeter. Spätestens bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro will das Duo sportlich auf Augenhöhe sein - als Team und auch mit der internationalen Konkurrenz.

Bis dahin allerdings wartet noch eine Menge Trainingsarbeit auf das neu gebildete Nationalteam. Im Sand ebenso wie im Kraftraum. «Es gibt keine Messlatte. Wir sind dabei, uns zu finden. Es geht nur darum, sportspezifische Ziele zu erreichen, Block- und Feldstrategien zu entwickeln», berichtet Brink. Und dämpfte zugleich zu hohe Erwartungen an den ersten Turnierauftritt. Der ist Ende April beim Grand-Slam-Turnier in Shanghai geplant.

«Mir war immer klar, wenn ich noch einmal die Motivation aufbringe für vier Jahre bis zu den Spielen in Rio, dann mit Sebastian», begründet Brink seine Entscheidung für Fuchs als neuen Mitspieler. Der ehemalige Hallen-Profi (SCC Berlin und Netzhoppers KW Bestensee) wiederum erzählt, dass er nicht lange habe überlegen müssen, um seine Zusage zu geben. «Ich finde es geil, dass ich in so ein Team reinrutschen konnte und mit so erfahrenen Leuten zusammenarbeiten kann», betont der 26-jährige Schleswig-Holsteiner.

Für den Erfolg des Teams, das in den kommenden Jahren viel Zeit miteinander verbringen wird, müsse natürlich eine Grundsympathie vorhanden sein, bestätigen beide. Allerdings wird sich Brink an eines gewöhnen müssen: Dass er sich mit seinem neuen Partner kaum über Fußball streiten kann. Als Bayer-Leverkusen-Fan konnte er das früher hervorragend mit dem 1.-FC-Köln-Anhänger Reckermann. Fuchs kann da nicht mithalten. «Ich bin nicht so der Fußball-Fan», gesteht er.

Möglich ist aber, dass das Duo künftig hin und wieder die DVD vom umjubelten Olympiasieg mit Brink/Reckermann in London anschaut. «Es ist ein schöner Spielfilm mit einer tollen Spannungskurve und einem Happy End», meint Fuchs. In Rio soll die Fortsetzung folgen, mit ihm als neuem Hauptdarsteller neben Brink.

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