Der Zweitliga-Tabellenführer fordert heute die Bayern.

Braunschweig. Für die Rückkehr auf dem bundesweit beachteten Präsentierteller hat Thorsten Lieberknecht lange gearbeitet. Als für Eintracht Braunschweig 2008 die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga auf dem Spiel stand, hat der Ex-Spieler Lieberknecht den Trainer Benno Möhlmann abgelöst und eine marode Mannschaft vor dem freien Fall gerettet.

Nach zwei Spieltagen steht der Aufsteiger auf Rang eins

Lieberknecht, heute 38, hat dann viel gearbeitet, gemeinsam mit Sportdirektor und Ex-Profi Marc Arnold (40, Borussia Dortmund, Hertha BSC Berlin) eine neue Mannschaft und einen neuen Geist erschaffen.

Jetzt ist Erntezeit im altehrwürdigen Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße: Nach einem denkwürdigen Durchmarsch durch die 3. Liga in der vergangenen Saison steht die Eintracht nach zwei Siegen an der Tabellenspitze in der 2. Liga – und empfängt heute den FC Bayern München im DFB-Pokal. „Meine Mannschaft ist ziemlich unangenehm, die Bayern sollen sich nicht zu sicher sein“, sagt der Trainer aus Baden über sein junges Team.

Die Stadt gibt einen zweistelligen Millionenbetrag

Wer Fußball in Braunschweig verstehen will, muss ein Spiel besucht haben. Die Stadt liebt ihren Traditionsverein, ein zweistelliger Millionenbetrag geht aus der Stadtkasse in die im Herbst beginnende Modernisierung des Stadions, 60 Prozent der Bürger haben ihre Zustimmung gegeben.

Mehr als 13 000 Dauerkarten sind verkauft, die Euphorie ist groß. In den vergangenen 18 Jahren haben die Blau-Gelben nur drei in der 2. Bundesliga gespielt. Für die 23 500 Karten für den Hit gegen den Rekordmeister standen die Fans Schlange vor dem Stadion, schnell waren die Tickets ausverkauft.

Der Braunschweiger Weg der jüngeren Gegenwart ist einer der Vernunft, aber er zahlt sich aus für den Klub, der 1967 zuletzt deutscher Meister wurde. Das Spiel gegen Bayern ist nur ein weiterer Schritt auf dem Weg nach vorn.

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