Rio de Janeiro (dpa) - Fünf Monate vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft hinkt Brasilien einem Medienbericht zufolge bei der Modernisierung der Infrastruktur hinterher.

Gerade einmal fünf von ursprünglich 56 geplanten Verkehrsprojekten seien bereits fertiggestellt, berichtete die Zeitung «Folha de São Paulo». 17 Projekte seien vorerst auf Eis gelegt worden.

Zudem wurden die ursprünglich geplanten Investitionen von 15,4 Milliarden Reais (4,7 Milliarden Euro) auf 7,9 Milliarden Reais (2,4 Milliarden Euro) gekürzt. Verantwortlich für die Verzögerungen seien Probleme bei den Ausschreibungsverfahren, technische Schwierigkeiten und zu niedrig angesetzte Budgets, hieß es in dem Zeitungsbericht.

In São Paulo, wo am 12. Juni das Eröffnungsspiel der WM stattfindet, wird wohl kein Infrastrukturprojekt rechtzeitig fertig. Auch in Manaus dürfte die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs bis zum Anpfiff nicht abgeschlossen sein. Rio de Janeiro ist eine der wenigen Städte, in denen die Projekte wahrscheinlich rechtzeitig fertig werden.

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