Erwarteter Auftakt für die deutsche Auswahl bei der Weltmeisterschaft. Die Torhüter und Uwe Gensheimer überzeugen.

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Der überragende Torhüter Silvio Heinevetter (l.) und Michael Kraus freuen sich über den guten Start in die WM-Hauptrunde.

Der überragende Torhüter Silvio Heinevetter (l.) und Michael Kraus freuen sich über den guten Start in die WM-Hauptrunde.

Uwe Gensheimer trifft für das deutsche Team aus allen Lagen.

dpa, Bild 1 von 2

Der überragende Torhüter Silvio Heinevetter (l.) und Michael Kraus freuen sich über den guten Start in die WM-Hauptrunde.

Lund. In der Pflicht solide, in der Kür mäßig – die deutsche Nationalmannschaft mühte sich am Freitagabend in Lund zu einem 30:25 (15:12)-Sieg gegen Ägypten in die Vorrunde der Handball-WM.

Uwe Gensheimer gegen Ägypten, dieses Duell stand nach 21 Minuten noch 7:7. Der Linksaußen der Rhein-Neckar Löwen hatte einen Sahnetag erwischt, traf aus allen Lagen, zum 10:7 sogar aus dem Rückraum. Ihm hatte es die Auswahl von Heiner Brand zu verdanken, dass die erste Hälfte gegen einen unbequemen Gegner zumindest versöhnliche Zahlen bot. Im Angriff fiel der deutschen Auswahl gegen die offensive Deckung lange zu wenig ein. Allerdings waren die Ägypter zu harmlos und zu ängstlich, um daraus Profit schlagen zu können.

Hens zeigt in der Abwehrarbeit immer noch große Schwächen

Es war ein zähes Spiel vor einer mauen Kulisse von 1500 Zuschauern in Lund. Und es wurde deutlich, dass sich bis Ägypten herumgesprochen hat, dass die Problemzone der Deutschen die linke Abwehrseite ist. Gensheimer gefiel auf der ungewohnten Halb-Position, doch Nebenmann Pascal Hens wird auch als Kapitän die Abwehrarbeit nicht mehr erlernen. Brand hatte nach dem 14:17 offenbar genug gesehen, brachte für den Hamburger dessen Vereinskollegen Michael Kraus.

Mühsam zogen die Deutschen davon, weil Silvio Heinevetter gelegentlich einen Ball hielt und sein Gegenüber nicht. Als Johannes Bitter bei einem Zwischenstand von 20:15 (40.) einen Siebenmeter parierte, war das Spiel entschieden. Und Gensheimer? Er wurde zum „man of the match“ gewählt. Auch weil er nur neun Versuche benötigte, um neun Tore zu werfen.

„Das war überragend“, lobte Haaß. „Er hat gezeigt, dass er zu Recht die Nummer eins auf dieser Position ist.“ Am Sonntag trifft Deutschland in Kristianstad auf Bahrain. Danach ist die Schonzeit abgelaufen und das Turnier fängt gegen Spanien richtig an.

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