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Gegen Robert Stieglitz wird offenbar polizeilich ermittelt. Foto: Robert Schlesinger

Gegen Robert Stieglitz wird offenbar polizeilich ermittelt. Foto: Robert Schlesinger

dpa

Gegen Robert Stieglitz wird offenbar polizeilich ermittelt. Foto: Robert Schlesinger

Magdeburg (dpa) - Gegen den früheren Boxweltmeister Robert Stieglitz wird wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung ermittelt.

Er soll in der Nacht zum Sonntag seinen Schwiegervater in einer tätlichen Auseinandersetzung mit einem Vierkantholz schwer verletzt haben, bestätigte die Polizei in Magdeburg. Die «Magdeburger Volksstimme» berichtete, der Schwiegervater habe einen dreifachen Schädelbasisbruch erlitten. Der 56-Jährige kam ins Krankenhaus. Er soll in dem Streit seinerseits auf Stieglitz eingeschlagen haben. Es gebe gegenseitige Strafanzeigen, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur dpa.

Die Polizei beschlagnahmte am Wochenende auf dem Grundstück von Stieglitz sowohl das Vierkantholz als auch eine Eisenstange. Mit der soll der Schwiegervater auf den Boxer losgegangen sein. Nach Angaben von Polizeisprecherin Beatrix Mertens hatte der 56-jährige zum Zeitpunkt des Streits eine erhebliche Menge Alkohol im Blut.

Laut Mertens gab es in den vergangenen Jahren mehr als zehn Polizeieinsätze in dieser Dauerfehde. Unter anderem musste im Februar ein Sondereinsatz-Kommando ausrücken, weil Stieglitz mit einem Luftgewehr auf Überwachungskameras geschossen hatte, die vom Schwiegervater aufgestellt worden waren. Die Waffe wurde im April sichergestellt.

«Ich habe davon gehört, kenne aber die Einzelheiten nicht, weil ich derzeit wegen eines Kampfabends in Kiew bin» sagte der Promotor von Stieglitz, Ulf Steinforth. Im August hatte der 31 Jahre alte Stieglitz, der im Jahr 2000 als Russland-Deutscher aus dem südrussischen Jeisk nach Magdeburg übersiedelte, seinen WBO-WM-Titel im Supermittelgewicht an Arthur Abraham verloren. Seit 2009 besitzt er einen deutschen Pass.

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