Powetkin wurde positiv getestet. Foto: Markus Scholz
Powetkin wurde positiv getestet. Foto: Markus Scholz

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dpa

Powetkin wurde positiv getestet. Foto: Markus Scholz

Jekaterinburg (dpa) - Wegen eines positiven Dopingtests beim russischen Schwergewichtsboxer Alexander Powetkin ist sein Kampf um den Interimstitel des Weltverbandes WBC geplatzt.

Nach dem Vorfall hatte sein Gegner Bermane Stiverne aus Kanada das für Samstagabend in der Uralmetropole Jekaterinburg angesetzte Duell abgesagt. Der Verband hatte zuvor mitgeteilt, dass der geplante Titelkampf Powetkins nicht mehr gewertet werde. Dem 37-Jährigen droht eine Disqualifizierung.

Als Alternative für das Duell gegen Stiverne stieg kurzerhand der 35-jährige Johann Duhaupas gegen Powetkin in den Ring. Für den Schwergewichtler aus Frankreich endete der Kampf jedoch mit einem Nasenbruch. Powetkin gewann in der sechsten Runde durch K.o.. Der Agentur Tass zufolge erhielt Duhaupas für den Kampf mindestens 500 000 Dollar. Seinen derzeitigen Titel als WBC-Silber-Champion behält er trotz der Niederlage.

Bei Powetkin sei die verbotene, muskelbildende Substanz Ostarine gefunden worden, sagte WBC-Chef Mauricio Sulaiman. Die weitere Untersuchung werde sich aufgrund der kommenden Feiertage bis Anfang 2017 hinziehen, sagte er der Agentur Tass.

Powetkins Team wehrte sich entschieden gegen die Vorwürfe. «Es ist völlig unklar, wo es (Ostarine) herkommt», sagte Andrej Rjabinski aus Powetkins Mannschaft. Er verlangte eine Prüfung der B-Probe.

Bereits im Mai war bei Powetkin die verbotene Substanz Meldonium nachgewiesen worden. «Ich habe nichts konsumiert und demnach nichts zu befürchten», hatte Powetkin damals beteuert. Er sollte im Frühjahr eigentlich gegen WBC-Weltmeister Deontay Wilder aus den USA kämpfen. Vor drei Jahren war der Ex-Weltmeister und Olympiasieger von 2004 in einem WM-Kampf in Moskau Wladimir Klitschko nach Punkten unterlegen.

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