Kabul (dpa) - Der in Hamburg lebende gebürtige Afghane Hamid Rahimi hat den ersten Profi-Boxkampf in seiner Heimat seit 30 Jahren gewonnen. Unter dem Jubel der etwa 1500 einheimischen Fans siegte der 29-Jährige in Kabul durch technischen K.o. in der siebten Runde gegen Said Mbelwa aus Tansania.

Mittelgewichtler Rahimi holte sich damit den Intercontinental-Titel des Weltverbandes WBO. Der Kampf stand unter dem Motto «Fight 4 Peace», die Karten kosteten mindestens 100 Dollar - dies ist für die meisten Afghanen mehr als ein Monatslohn. «Das war heute ein Anfang. Der Gürtel gehört nicht mir, sondern Afghanistan und Euch», sagte Rahimi nach seinem 21. Erfolg im 22. Kampf. Er hatte Afghanistan mit seiner Familie vor 20 Jahren verlassen und war nach Deutschland gegangen.

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