Bonn (dpa) - Das in jüngster Vergangenheit in die Kritik geratene Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) in Bonn hat wieder an Anerkennung gewonnen.

«Das BISp hat sich der Kritik gestellt und die Vorgaben des Bundesrechnungshofes aufgegriffen», sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen der Einrichtung. «Ich denke, dass es auf einem guten Weg ist und dass es ihn weitergehen wird.» Veraltete Strukturen, ungenügende Transparenz, Steuerverschwendung oder Selbstbedienungsmentalität lauteten die Vorwürfe vor einem Jahr und hatten das BISp in eine existenzbedrohende Krise gebracht.

«Ohne die Sportwissenschaft wäre es um den deutschen Spitzensport nicht so gut bestellt», sagte de Maizière. «Wenn das BISp gute Synergieeffekte zustande bringt, Brücken zu bauen versteht und Forschungsergebnisse schafft, wird es eine gute Zukunft haben.»

Auch für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) soll das BISp ein Eckpfeiler im internationalen Konkurrenzkampf bleiben. «Das Institut ist 1970 und damit zwei Jahre vor den Olympischen Spielen in München gegründet worden», sagte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. «Auch für die Bewerbung von München für 2018 brauchen wir das BISp mit allen seinen Dienstleistungen für den Sport.»

Das Bonner Institut ist für die Forschungsförderung und das Wissensmanagement im Sport gegründet worden. Es nutzt, koordiniert und fördert die vorhandenen universitären Forschungskapazitäten und hat in den 40 Jahren mehr als 2000 Projekte initiiert. 2011 wird das Institut über einen Etat von 6,62 Millionen Euro verfügen können.

Nach der grundlegenden Kritik an Struktur und Gebaren des Bundesinstituts sind unter Leitung von BISp-Direktor Jürgen Fischer umfassende Reformen eingeleitet worden. «Als eines der am meisten evaluierten Institute des Bundesinnenministerium» bezeichnete BISp- Personalrat Michael Palmen sein Haus. «Seitdem sind neue Strukturen und eine schlankere Verwaltung geschaffen worden.»

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