Hoeneß folgt Präsident Beckenbauer nach.

München. Ende der "Kaiserzeit", Krönung für Uli Hoeneß: In einer bewegenden Jahreshauptversammlung hat der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München eine neue Zeit eingeläutet. Mit einem überwältigendem Ergebnis von über 99 Prozent wurde Hoeneß nach 30 Jahren als Manager zum neuen Präsidenten und damit zum Nachfolger von Franz Beckenbauer gekürt. Er nehme die Wahl an, signalisierte der 57-Jährige um 22 Uhr nach dem Ja von 4458 der 4490 abstimmenden Mitglieder.

Uli Hoeneß kämpft den ganzen Abend mit den Tränen

"Ich bin total überwältigt über diesen tollen Zuspruch und über diese Unterstützung", sagte der neue Präsident. Als neues Vereins-Oberhaupt will Hoeneß, der zwischenzeitlich mit den Tränen kämpfen musste, seine große Liebe "FC Bayern" auch künftig beschützen. In der zwei Fußball-Felder großen Halle C1 der Münchner Messe lauschte er freudig, andächtig und vor allem gerührt den vielen lobenden Worten seiner Vorredner. "Die zwei wichtigsten Persönlichkeiten des FC Bayern kann man nicht so ohne weiteres ersetzen", sagte Rummenigge. Beckenbauer, der als "größte Persönlichkeit" des FC Bayern gepriesen und von Rummenigge mit einem Gedicht bedacht wurde, genoss die Jubel-Arie in vollen Zügen. Trainer van Gaal wurde derweil auch mit Pfiffen begrüßt.

Wieder einmal präsentierten die Münchner gute Zahlen. In schweren wirtschaftlichen Zeiten nahmen sie mit 268,7 Millionen Euro weniger als im Rekordjahr zuvor (286,8) ein. Grund dafür waren weniger Einnahmen aus Transfererlösen. Der Gewinn stieg leicht von 2,1 auf 2,5 Millionen Euro. dpa

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer