Optimistisch
Berlins Trainer Mark Lebedew rechnet sich gute Chancen auf den Titel aus. Foto: Sebastian Kahnert

Berlins Trainer Mark Lebedew rechnet sich gute Chancen auf den Titel aus. Foto: Sebastian Kahnert

dpa

Berlins Trainer Mark Lebedew rechnet sich gute Chancen auf den Titel aus. Foto: Sebastian Kahnert

Friedrichshafen (dpa) - Als der Berliner Volleyball-Trainer Mark Lebedew nach dem Sieg beim VfB Friedrichshafen auf die gestiegenen Titelaussichten angesprochen wurde, konnte auch er seine Gefühle nicht mehr zurückhalten.

Der Titelverteidiger Berlin Volleys war im Playoff-Finale um die deutsche Meisterschaft am Sonntag gerade mit 2:0 in Führung gegangen, da sagte Lebedew: «Wir haben nun gute Chancen. Ein 2:0 ist ein 2:0 und zu Hause ist zu Hause.»

Am Donnerstag haben die Berliner in der Best-of-five-Serie wieder Heimrecht und könnten im Falle eines weiteren Siegs ihre fünfte deutsche Meisterschaft schon nach dem dritten Spiel feiern. «Es ist unser Ziel, dort den Sieg klar zu machen», betonte Teammanager Matthias Klee nach dem 3:1 (17:25, 25:23, 25:21, 25:20) in Friedrichshafen. Denn in dieser Bundesliga-Saison haben die Volleys in der «Festung» Max-Schmeling-Halle noch kein Spiel verloren.

Friedrichshafen hat im Duell der deutschen Volleyball-Giganten zwar noch nicht aufgegeben, doch die vielen traurigen Gesichter in der mit 4000 Zuschauern ausverkauften ZF-Arena sprachen Bände. Der aufgewühlte Stelian Moculescu erklärte, dass die Chancen auf die 13. Meisterschaft seines Teams zwar «geringer als vorher» seien, aufgeben will der Kulttrainer des VfB aber noch nicht. «Warum sollen wir in Berlin nicht gewinnen?», fragte der 62-Jährige.

Auch er hatte gesehen, dass die Berliner zunächst große Mühe hatten, ins Spiel zu finden. Der VfB dominierte den ersten Satz und zeigte auch im zweiten Durchgang, dass der Champions-League-Sieger von 2007 die erste titellose Saison seit 15 Jahren mit aller Macht verhindern will. Doch dann passierte etwas, das VfB-Nationalspieler Max Günthör später als «Déja-vu-Erlebnis» bezeichnen sollte.

Nachdem der Rekordmeister beim ersten Aufeinandertreffen in Berlin einen Fünf-Tore-Vorsprung im dritten Satz noch verspielt und damit die Niederlage eingeleitet hatte, reichte ihm nun im zweiten Durchgang eine Führung mit drei Treffern nicht, um den Satzgewinn einzufahren. So kamen die Berliner zurück und gewannen am Ende noch souverän. «Das war entscheidend für den Ausgang», sagte Lebedew.

Damit zeigten die Gäste erneut, wo neben der individuellen Klasse wie bei Starprofi Robert Kromm oder Paul Carroll ihre Stärke liegt. «Es zeichnet die Mannschaft aus, dass sie auch in schwierigen Phasen nicht auseinanderbricht», erklärte Klee. Zwar erwartet er am Donnerstag in Berlin ein weiteres «intensives Spiel». Doch wie sagte VfB-Mittelblocker Günthör: «Es ist schon ein bisschen länger her, dass jemand nach einem 0:2 im Finale noch Meister geworden ist.»

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