Die Berlin Volleys stehen erneut im Finale um die deutsche Meisterschaft - und treffen wieder auf den VfB Friedrichshafen. Foto: Soeren Stache
Die Berlin Volleys stehen erneut im Finale um die deutsche Meisterschaft - und treffen wieder auf den VfB Friedrichshafen. Foto: Soeren Stache

Die Berlin Volleys stehen erneut im Finale um die deutsche Meisterschaft - und treffen wieder auf den VfB Friedrichshafen. Foto: Soeren Stache

dpa

Die Berlin Volleys stehen erneut im Finale um die deutsche Meisterschaft - und treffen wieder auf den VfB Friedrichshafen. Foto: Soeren Stache

Berlin (dpa) – Den Berlin Volleys bleibt keine Zeit zum Verschnaufen. Nicht einmal 72 Stunden nach seinem mühsamen Fünfsatzsieg im Halbfinale gegen die United Volleys Rhein-Main steht der Titelverteidiger vor der nächsten Herausforderung.

Im ersten von maximal drei Playoff-Endspielen um die deutsche Volleyball-Meisterschaft ist das Team von Trainer Roberto Serniotti am Sonntag (14.30 Uhr) beim VfB Friedrichshafen gefordert.

Bedenken, dass sich beim Titelverteidiger der Kräfteverschleiß der letzten Wochen als Nachteil auswirken könnte, zerstreut Zuspieler Sebastian Kühner: «Durch die Erfolge, gerade in der Champions League, ist die Euphorie bei uns so groß, man steckt so voller Adrenalin, da spürst du die Belastung gar nicht mehr.» Immerhin mussten die Volleys in ihren letzten neun Pflichtspielen fünf Mal in einen Tiebreak. Aber auch Manager Kaweh Niroomand meint: «Friedrichshafen ist körperlich frischer, dafür ist unsere Mannschaft aber im Spielrhythmus.»

Das zweite Finalspiel findet erst am 3. Mai in Berlin statt, weil die BR Volleys am 29. und 30. April in Rom noch das Final Four der Champions League zu bestreiten haben. Sollte gegen Friedrichshafen eine dritte Begegnung nötig sein, fände diese am 7. Mai wiederum in der ZF Arena am Bodensee statt.

Die Favoritenrolle hat der VfB. Schon viermal trafen beide Teams in dieser Saison aufeinander. Im Pokalfinale, im Supercup sowie in den beiden Spielen der Bundesliga-Hauptrunde ging Friedrichshafen stets als Sieger vom Feld. Kühner mahnt dennoch zu einer entspannten Herangehensweise. «Große Spiele kommen jetzt noch auf uns zu. Wir sollten diese Wochen jetzt einfach genießen», sagt er.

Seine Zeit am Bodensee konnte Vital Heynen bislang durchaus auch genießen. Gleich in seiner ersten Saison nach dem Abschied von Legende Stelian Moculescu will der frühere Bundestrainer das Triple holen. «Auf jeden Fall werden und müssen wir den Vorteil vom Wochenende nutzen, weil wir frischer und ausgeruhter sind», sagte Heynen nach dem schnellen 2:0 im Halbfinale gegen Düren.

Gegen Frankfurt hing für die BR Volleys indes der Einzug ins Finale lange Zeit am seidenen Faden. Nach einer etwas glücklichen 2:0-Satzführung der Berliner drehten die Hessen auf, schafften den Ausgleich, verschliefen dann aber mit einem 1:6-Rückstand den Start in den Tiebreak. «Wir haben in solchen Situationen genügend Erfahrung, während unser Gegner mit seinen jungen Spielern am Ende nervös wurde», nannte Mannschaftskapitän Robert Kromm einen Grund für den letztlich erfolgreichen Spielausgang.

«Wir haben gegen Frankfurt dauerhaft kein druckvolles Spiel hinbekommen, sondern uns mit Routine und Cleverness so durchgewurstelt», erkannte auch Niroomand. Auf dem Weg zum achten Meistertitel soll das im Endspiel gegen den VfB besser werden.

Die direkten Finalserien im Überblick:

JahrErgebnisMeisterSpiele
20003:0VfB Friedrichshafen3:0/3:0/3:0
20023:1VfB Friedrichshafen2:3/3:2/3:1/3:0
20043:1SCC Berlin*2:3/3:1/3:2/3:1
20083:0VfB Friedrichshafen3:2/3:0/3:0
20113:0VfB Friedrichshafen3:1/3:2/3:1
20133:1Berlin Volleys3:1/3:1/1:3/3:2
20143:1Berlin Volleys2:3/3:1/3:1/3:1
20153:2VfB Friedrichshafen3:1/2:3/0:3/3:2/3:1
20163:0Berlin Volleys3:1/3:2/3:0

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