Leverkusen besiegt Freiburg 3:1 und hat den nächsten Angriff des Rekordmeisters aus München abgewehrt.

Ein Gefühl der Stärke: Stefan Kießling schreit seine Freude über den Leverkusener Sieg heraus.
Ein Gefühl der Stärke: Stefan Kießling schreit seine Freude über den Leverkusener Sieg heraus.

Ein Gefühl der Stärke: Stefan Kießling schreit seine Freude über den Leverkusener Sieg heraus.

dpa

Ein Gefühl der Stärke: Stefan Kießling schreit seine Freude über den Leverkusener Sieg heraus.

Leverkusen. Am Ende konnten sich die Spieler von Bayer 04 Leverkusen wieder einmal auf eine Ehrenrunde gehen. 3:1 hatten die Rheinländer den SC Freiburg besiegt und ihre eindrucksvolle Bilanz auf 20 ungeschlagene Spiele in Folge erhöht. Und die wohl wichtigste Erkenntnis des Spieltags aus Sicht der Leverkusener: Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes hat wie schon an zwei vorangegangenen Spieltagen Nervenstärke bewiesen und den FC Bayern von der Tabellenspitze verdrängt.

In fünf Minuten hat Leverkusen das Spiel entschieden

Gerade einmal fünf Minuten haben die Leverkusener in der ersten Hälfte gebraucht, um diese Partie für sich zu entscheiden. In diesem kurzen Zeitraum zeigten sie diesen beeindruckenden Spielfluss und diese Leichtigkeit, die ihr Spiel in den vergangenen Wochen geprägt haben. Erst war es Stefan Kießling, der mit seinem 13.Saisontreffer per Kopfball die Führung erzielte. Nur wenige Augenblicke später sorgte der unsichere Freiburger Torwart Simon Pouplin dafür, dass die Werkself ihre Führung ausbauen konnte. Der Freiburger Torhüter scheiterte kläglich bei dem Versuch, den Ball aus seinem Strafraum in die gegnerische Hälfte zu befördern. Eren Derdiyok nahm das unfreiwillige Geschenk an und traf zum 2:0. Sami Hyppiä beendete mit seinem wuchtigen Kopfballtreffer zum 3:0 nach Eckball von Tranqullio Barnette die letzten Hoffnungen der Mannschaft von Robin Dutt, als ebenbürtiger Gegner das Feld zu verlassen.

"Ich würde gerne fünf Minuten aus dem Spiel herausschneiden. Sonst haben wir eine taktisch gute Leistung gebracht", sagte der Trainer der Freiburger, der die vierte Niederlage in Folge verdauen musste. Neben Wolfsburg haben die Freiburger bisher die meisten Gegentreffer in der Bundesliga hinnehmen müssen (39).

Immerhin hatte seine Mannschaft in den ersten 30Minuten nicht nur die 26000 Zuschauer in der BayArena mit mutigem Offensivspiel überrascht. Erst hatte Du Ri Cha die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an René Adler. Nur wenige Sekunden später verhinderte der Leverkusener Torhüter ein Eigentor seines Mitspielers Daniel Schwaab und kratzte den Ball von der Torlinie. Es war die beste Phase der Freiburger, die aber ihre großen Schwächen in der Defensive nicht verbergen konnten.

"Was wir intern besprechen und nach außen kommunizieren, ist schon sehr unterschiedlich."

Jupp Heynckes

Der Anschlusstreffer von Felix Bastians in der zweiten Hälfte war zumindest der verdiente Lohn für die tapfer kämpfenden Breisgauer. Leverkusen reichte an diesem ungemütlichen Nachmittag eine durchschnittliche und insgesamt wenig meisterliche Leistung, um zu gewinnen.

Bayer Leverkusen:
überragend: -
gut: Kroos
zufriedenstellend: Friedrich, Hyypiä, Kadlec, Schwaab, Barnetta, , Reinartz, Vidal, Derdiyok, Kießling
enttäuschend: Adler

SC Freiburg:
überragend: -
gut: -
zufriedenstellend: Bastians, Butscher, Toprak, Williams, Cha, Flum, Makiadi, Schuster Bechmann, Cissé, Idrissou
enttäuschend: Pouplin

Der zwölfte Saisonsieg sorgte dafür, dass das Saisonziel kaum noch zu verfehlen ist. Mit 16 Punkten Vorsprung vor dem sechsten Tabellenplatz ist die Teilnahme am internationalen Wettbewerb so gut wie sicher. "Es sieht ganz gut aus", quälte sich Toni Kroos ein wenig Optimismus heraus.

Und Jupp Heynckes wollte ebenfalls nicht in Euphorie verfallen. Der Gewinn der Meisterschaft scheint in seinen Gedanken (noch) keine Rolle zu spielen. "Ich habe in meiner langen Karriere gelernt, den Ball flach zu halten", sagte er. "Aber was wir intern besprechen und nach außen kommunizieren, ist schon sehr unterschiedlich", sagte er noch mit einem schelmischen Lächeln.

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