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NBPA-Geschäftsführer Billy Hunter braucht Ergebnisse, sonst droht der Gewerkschaft das Aus. Foto: Justin Lane

NBPA-Geschäftsführer Billy Hunter braucht Ergebnisse, sonst droht der Gewerkschaft das Aus. Foto: Justin Lane

dpa

NBPA-Geschäftsführer Billy Hunter braucht Ergebnisse, sonst droht der Gewerkschaft das Aus. Foto: Justin Lane

New York (dpa) - In die festgefahrenen Verhandlungen im NBA-Arbeitskampf kommt neue Bewegung. Die Clubbesitzer und die Spielergewerkschaft NBPA vereinbarten für Samstag ein Treffen, um die Gespräche über einen Tarifvertrag in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga fortzusetzen.

«Ich denke, dass es nicht weise wäre, wenn wir viel Zeit verstreichen lassen», sagte NBPA-Geschäftsführer Billy Hunter, «ich weiß nicht, ob wir viel erreichen können, aber wir treffen uns». Zuletzt waren die Verhandlungen Ende der vergangenen Woche abgebrochen worden, woraufhin Liga-Boss David Stern alle restlichen für November geplanten Spiele absagte.

Bei einem weiteren Scheitern der Gespräche droht die Liga endgültig im Chaos zu versinken. Nach übereinstimmenden US-Medienberichten wollen rund 50 Profis, darunter mehrere All-Stars, in diesem Falle ihre Gewerkschaft auflösen. Dazu müssten 30 Prozent der NBPA-Mitglieder, etwa 130 Spieler, eine Petition unterzeichnen. Danach würde eine einfache Mehrheit zur Auflösung reichen. Als Folge könnten die Profis die NBA verklagen und die Eigner zwingen, den Lockout zu beenden.

Bis es soweit kommen würde, erwarten Experten allerdings einen monatelangen Rechtsstreit - und somit wohl den Verlust der kompletten Saison 2011/12. «Das ist eine potenzielle Bedrohung für alle», sagte Sportrechtler Gabe Feldman der «New York Times», «es könnte das Signal für den Abbruch der Gespräche über einen Tarifvertrag sein». Knackpunkt im Streit bleibt die Teilung der jährlichen Einnahmen von 4,3 Milliarden Dollar.

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