Auftaktsieg
Die Golden State Warriors besiegten die Cleveland Cavaliers mit 113:91. Foto: Ezra Shaw

Die Golden State Warriors besiegten die Cleveland Cavaliers mit 113:91. Foto: Ezra Shaw

dpa

Die Golden State Warriors besiegten die Cleveland Cavaliers mit 113:91. Foto: Ezra Shaw

Oakland (dpa) - Noch ist es zu früh, Basketball-Superstar LeBron James und seine Cleveland Cavaliers abzuschreiben. Doch nach der Machtdemonstration der Golden State Warriors um einen überragenden Kevin Durant im ersten NBA-Finale könnte das Sport-Spektakel in den USA schon nach Spiel vier beendet sein.

«Wir können viel besser spielen als wir das heute Abend getan haben, aber im Finale zählt nur der Sieg», sagte Durant am Donnerstag. Auf der Jagd nach seinem ersten Titel zeigte der zweimalige Olympiasieger beim 113:91 (60:52) über den Titelverteidiger aus Cleveland eine Gala. «Sie sind die besten, die ich jemals gesehen habe», gab Cleveland Trainer Tyronn Lue zu Protokoll und stellte fest: «Sie haben alle 13 Playoff-Spiele gewonnen. Sie brechen jedes Jahr neue Rekorde».

38 Punkte, acht Rebounds und acht Assists gelangen dem vor der Saison zu den Warriors gewechselten Durant im ersten von maximal sieben Finalspielen. Der 28-Jährige ist damit seinem Ziel, seine erste Meisterschaft zu gewinnen, einen guten Schritt näher gekommen. Der zweimalige Olympiasieger wurde nach Golden States Finalniederlage im Vorjahr verpflichtet, um den Titel wieder nach Oakland zu holen. «KD», sagte James kurz und knapp, angesprochen auf den Unterschied zur letzten Finalserie. «Man nimmt eines der besten Teams, die wir je gesehen haben, und fügt so einen Spieler hinzu. Das sticht hervor. So einfach ist das», sagte er.

Selbst Popstar Rihanna konnte Durant nicht aus dem Konzept bringen. Die glühende Verehrerin von LeBron und den Cavaliers spottete bei einem Durant-Freiwurf lautstark. Durant, der in seinem ersten NBA-Endspiel seit 2012 stand, warf ihr später nach einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf einen vielsagenden Blick zu. Als Durant von Reportern auf die Szene angesprochen wurde, sprang ihm sein Teamkollege Stephen Curry, der wertvollste Spieler der regulären Saison, zur Seite. «Tappe nicht in diese Falle», sagte der MVP. «Werde ich nicht. Ich bin cool. Ich hatte Spaß», sagte Durant.

Das Scharmützel zwischen der Sängerin und dem Basketballer in der Oracle Arena war fast spannender als das erste Finale. Trotz LeBron hatte Cleveland Curry und Durant nichts entgegenzusetzen. «Es ist ein guter Auftakt», sagte Curry, der auf 28 Punkte und zehn Assists kam. «Natürlich wissen wir, dass es am Sonntag wieder 0:0 steht.» Dann steigt Spiel zwei - ebenfalls in Oakland, ehe es nach Cleveland geht. Zum ersten Mal in der Geschichte der nordamerikanischen Basketball-Liga stehen sich dieselben beiden Mannschaften im dritten Jahr in Folge im Endspiel gegenüber.

Der Titelverteidiger fand nie richtig ins Spiel und machte sich mit 20 Ballverlusten selbst das Leben schwer. Die Warriors hingegen konnten mit nur vier Ballverlusten einen NBA-Playoff-Rekord egalisieren. James erzielte zwar 28 Punkte und holte 15 Rebounds, verursachte aber auch acht Ballverluste.

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