Stephen Curry
NBA-Star Stephen Curry nimmt bei seinen Äußerungen über US-Präsident Donald Trump kein Blatt vor den Mund. Foto: John G. Mabanglo

NBA-Star Stephen Curry nimmt bei seinen Äußerungen über US-Präsident Donald Trump kein Blatt vor den Mund. Foto: John G. Mabanglo

dpa

NBA-Star Stephen Curry nimmt bei seinen Äußerungen über US-Präsident Donald Trump kein Blatt vor den Mund. Foto: John G. Mabanglo

New Orleans (dpa) - Nach seiner wortstarken Kritik an US-Präsident Donald Trump hat Basketball-Superstar Stephen Curry andere NBA-Profis zu politischen Statements ermuntert.

«Ich ermutige Basketballspieler, meine Familie, Team-Angestellte, einfach jeden, seine Meinung zu äußern und die individuell gegebene Plattform zu nutzen, um Veränderung zu schaffen», sagte der Aufbauspieler der Golden State Warriors in einer Telefonkonferenz vor dem Allstar-Game auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur.

Der Chef von Currys Ausrüster Under Armour, Kevin Plank, hatte Trump als «Asset», «Gewinn», tituliert. Dazu meinte Curry jüngst, dass dies stimme, wenn man das «et» entferne - also Trump als «Arsch» bezeichne. «Es ist ganz egal, ob andere Leute mir dabei zustimmen», sagte der 28-Jährige nun. «Es gibt Leute, die lieber im Gleichschritt gehen und nichts sagen, aber das ist normal als Profisportler. Ich auf jeden Fall ermutige jeden, keine Angst davor zu haben, das auszusprechen, woran sie glauben und was in ihnen vorgeht.»

Die NBA will ihren Spielern keine Restriktionen auferlegen. «Unsere Spieler und Trainer wissen, dass ihnen eine unglaubliche Plattform zur Verfügung steht, um die Welt zu verändern und sich über Themen, die ihnen wichtig sind, zu äußern», sagte Mark Tatum, Vize-Commissioner der NBA.

Das Allstar-Game findet in der Nacht zu Montag (MESZ) in New Orleans statt, sollte aber eigentlich in Charlotte ausgetragen werde. Die NBA entzog der Stadt im August die Rolle des Ausrichters, weil im US-Bundesstaat North Carolina das damals verabschiedete Gesetz Transgender zwingt, öffentliche Toiletten nach ihrem auf der Geburtsurkunde festgelegten Geschlecht zu benutzen. «Natürlich wäre es toll gewesen, vor unseren Fans zu spielen», sagte Kemba Walker von den Charlotte Hornets. «Ich bin aber froh über die Entscheidung der NBA. Denn wir wollen alle Menschen in der Welt erreichen.»

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