Bamberg (dpa) - Mit einer beeindruckenden Demonstration der Stärke haben die Brose Baskets Bamberg ihre Ausnahmestellung in der Basketball Bundesliga zementiert und dem einstigen Branchenprimus ALBA Berlin seine höchste Niederlage zugefügt.

Der Titelverteidiger gewann das mit großer Spannung erwartete Gipfeltreffen sensationell mit 103:52 (51:31) und bleibt damit auch nach 14 Spieltagen ungeschlagen. Bester Werfer in einer phasenweise wie entfesselt spielenden Bamberger Mannschaft war Reyshawn Terry mit 27 Punkten. Bei den Berlinern kam Derrick Allen auf 13 Zähler.

«50 Punkte Unterschied. Das ist einfach unglaublich», sagte Bambergs Auswahlakteur Tibor Pleiß. Der Nationalmannschafts-Center konnte nur vier Punkte zu der Basketball-Gala beisteuern, weil er in der ersten Halbzeit umgeknickt war. «Ich hätte gerne weitergespielt, der Doc hat aber gesagt, ich solle lieber draußen bleiben. Nächste Woche bin ich aber wieder dabei», sagte der 21-Jährige und gab damit schnell Entwarnung.

Vor 6800 Zuschauern in der seit langem ausverkauften Stechert- Arena erwischte ALBA den besseren Start und lag schnell mit 6:0 in Führung. Die Brose Baskets zeigten sich aber nicht geschockt und führten nach dem ersten Viertel knapp mit 18:17. Die Entscheidung zugunsten der Gastgeber fiel dann im zweiten Abschnitt, als die Bamberger mit einem 19:2-Lauf bis zur Pause auf 51:31 davonzogen.

Damit war der Widerstand der Berliner, für die es bereits die vierte Saisonniederlage war, gebrochen. Zu keiner Phase der zweiten Halbzeit fanden die Gäste zurück ins Spiel. Stattdessen demonstrierte der Double-Gewinner aus Bamberg eindrucksvoll seine derzeitige Ausnahmestellung im deutschen Basketball.

Einziger ernsthafter Verfolger der Bamberger bleiben die Deutsche Bank Skyliners. Die Frankfurter setzten sich daheim gegen die TBB Trier mit 72:55 durch und festigten damit ihren zweiten Tabellenplatz. Dritter sind weiter die Artland Dragons, die in eigener Halle gegen den Mitteldeutschen BC knapp mit 85:81 gewannen.

Weiter aufwärts geht es für die BG Göttingen. Zwei Tage nach dem Einzug in die Zwischenrunde des Eurocups gewannen die Niedersachsen zu Hause gegen die Walter Tigers Tübingen mit 76:48. Die EWE Baskets Oldenburg setzten sich im Nordderby bei den Eisbären Bremerhaven mit 87:74 durch, die New Yorker Phantoms Braunschweig gewannen bei Phoenix Hagen mit 92:81.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer