Center Johannes Voigtmann (r) räumt beim Allstar-Spiel ab. Foto: Felix Kästle
Center Johannes Voigtmann (r) räumt beim Allstar-Spiel ab. Foto: Felix Kästle

Center Johannes Voigtmann (r) räumt beim Allstar-Spiel ab. Foto: Felix Kästle

Danilo Barthel ist Frankfurts großer Forward. Foto: Daniel Reinhardt

dpa, Bild 1 von 2

Center Johannes Voigtmann (r) räumt beim Allstar-Spiel ab. Foto: Felix Kästle

Neu-Ulm (dpa) - Auch beim Allstar Day sitzen Danilo Barthel und Johannes Voigtmann einträchtig nebeneinander. Gemeinsam verfolgen die beiden Frankfurter, wie einige ihrer Basketball-Kollegen beim Dunking-Contest durch die Lüfte schweben. Zeit für ein kurzes Gespräch?

«Na klar», antworten beide unisono. Barthel und Voigtmann sind es inzwischen gewohnt, dass man sie meist im Doppelpack befragen will. Schließlich haben sich beide zu den Integrationsfiguren bei den Fraport Skyliners entwickelt. Der Bundesligist setzt ganz bewusst auf seine beiden aufstrebenden Deutschen und Barthel und Voigtmann zahlen es mit konstant guten Leistungen zurück.

«Sie sind sehr wichtig für uns», verdeutlicht Skyliners-Coach Gordon Herbert. Auch beim Auftakt der Zwischenrunde in der EuroChallenge bei Tartu Rock werden die beiden Publikumslieblinge wieder in der Startformation stehen. «Unser Ziel ist natürlich der Einzug in die K.o.-Runde», sagt Center Voigtmann. Dafür müssen die Skyliners in der Vierer-Gruppe Platz zwei belegen. «Wenn wir an unsere zuletzt guten Leistungen anknüpfen, ist das durchaus realistisch», meint Power Forward Barthel.

Bevor es am Montag in Richtung Estland ging, konnten die Frankfurter Hoffnungsträger aber noch das Treffen der Besten in Neu-Ulm genießen und endlich einmal ohne Druck aufspielen. Schließlich steht das Duo bei den Skyliners inzwischen sehr stark im Fokus. Als die Hessen vor der Saison zur Medienrunde baten, saßen neben Trainer Herbert wie selbstverständlich Voigtmann und Barthel auf dem Podest. Barthel, im vergangenen Sommer auch in der Summer League der NBA aktiv, ist neben dem Amerikaner Quantez Robertson sogar Co-Kapitän.

Als Belastung empfinden beide ihre exponierten Rollen aber nicht. «Das ist kein Problem», sagt Barthel, der in der Liga bislang im Schnitt auf zehn Punkte und fünf Rebounds kommt. Voigtmann erreicht die gleichen Zahlen. Dass die Werte nicht noch besser sind, liegt am schwachen Saisonstart der Skyliners. «Wir hatten sehr viel Pech mit Verletzungen», sagt Voigtmann. Doch seitdem immer mehr Spieler wieder fit sind und der Club in dem Amerikaner Justin Cobbs zudem einen hoch veranlagten Point Guard nachverpflichtet hat, geht es für den deutschen Meister von 2004 wieder bergauf. Nach der Hinrunde liegen die Frankfurt als Tabellenachter auf Playoff-Kurs.

«Die Playoffs sind natürlich unser großes Ziel», sagt Voigtmann. Auch für ihn und seinen kongenialen Partner Barthel wäre der Einzug in die K.o.-Runde sehr wichtig, würden dadurch doch auch ihre Chancen auf eine Nominierung für die Nationalmannschaft steigen. «Es ist toll zu sehen, wie Johannes und Danilo sich entwickelt haben und dass sie in Frankfurt viel Verantwortung übernehmen», sagt Bundestrainer Chris Fleming.

Im vergangenen Jahr feierte das Duo sein Debüt im Deutschland-Dress. Zumindest auf eine Einladung für den vorläufigen EM-Kader dürfen sie auch in diesem Sommer hoffen, auch wenn die Konkurrenz gerade auf ihren Positionen riesig ist. «Das wäre natürlich eine Riesensache, bei der EM im eigenen Land dabei zu sein», sagt Voigtmann. Noch ist das Turnier im September aber weit weg. «Erst einmal geht es darum, in der Liga weiter Leistungen zu bringen», sagt Barthel.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer