Frankfurt/Main (dpa) - Die Basketball Bundesliga freut sich auf den großen FC Bayern München, aber auch ohne den Stern des Südens bietet die deutsche Eliteklasse beste Unterhaltung.

Beim 88:82 der Deutsche Bank Skyliners Frankfurt im Spitzenspiel gegen die BG Göttingen sahen die 4590 Fans ein temporeiches Hin und Her, krachende Dunks, spektakuläre Dreier und einen überragenden DaShaun Wood, der in dieser Form zu den besten Akteuren Europas zählt. Mit einem Double-Double aus 25 Punkten und zwölf Assists führte der US-Spielmacher die Frankfurter zum 20. Saisonsieg, durch den die Hessen Platz zwei in der Tabelle hinter den enteilten Brose Baskets Bamberg festigten.

Platz drei behauptete ALBA Berlin durch ein 76:63 beim abgeschlagenen Schlusslicht Gloria Giants Düsseldorf. Vierter sind weiter die Artland Dragons, die das Nordduell bei den Eisbären Bremerhaven mit 103:82 gewannen. Vor der Spitzenkulisse von 10 120 Zuschauern in der ausverkauften Bremen Arena war Tyrese Rice mit 33 Punkten der überragende Akteur bei den Dragons.

Der Amerikaner stellte damit sogar seinen Landsmann Wood in den Schatten, der am Vorabend ein weiteres Mal brilliert hatte. Vor allem in der Schlussphase nahm Wood das Zepter bei den Frankfurtern in die Hand und legte mit 13 Zählern am Stück den Grundstein für den fünften Skyliners-Erfolg nacheinander. «Ich habe viel Selbstvertrauen und bin nicht nervös. Wenn es eng wird, will ich den Ball haben, um dem Team zu helfen», sagte Wood.

«DaShaun Wood hat mal wieder eine MVP-würdige Leistung gezeigt», urteilte Göttingens Trainer John Patrick, der mit seinem Team weiter um den Einzug in die Playoffs zittern muss. Wood wäre in seiner Galaform auch ein Kandidat für den erwachten Riesen Bayern München, hat seinen Vertrag in Frankfurt aber bereits verlängert.

Die Münchner sicherten sich mit einem 69:58 bei den Crailsheim Merlins bereits sieben Spieltage vor dem Saisonende den Sprung ins Oberhaus. «Ich bin stolz auf die Jungs», sagte Coach Dirk Bauermann. BBL-Geschäftsführer Jan Pommer freut sich auf den FCB: «Das wird uns allen einen Schub geben», sagte Pommer.

Noch ohne die Bayern spitzt sich in der BBL der Kampf um einen der begehrten ersten acht Plätze weiter zu. Die EWE Baskets Oldenburg machten einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs und bezwangen Phoenix Hagen mit 102:91. Der Serbe Luka Bogdanovic hatte mit 26 Punkten maßgeblichen Anteil daran, dass die Niedersachsen als Sechster auf Kurs bleiben. Die EnBW Ludwigsburg gewann gegen die Telekom Baskets Bonn mit 78:71 und verschärfte damit die Krise der Rheinländer, bei denen wieder nur Center Chris Ensminger mit 29 Punkten und zehn Rebounds überzeugte.

Einen Rückschlag mussten dagegen die Walter Tigers Tübingen hinnehmen, die bei den LTi Gießen 46ers mit 64:82 verloren. Für die Hessen war es ein ganz wichtiger Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib. Der Bundesliga-Dino zog mit dem achten Saisonsieg am Mitteldeutschen BC vorbei, der bei ratiopharm Ulm mit 79:99 unterging. Ein Lebenszeichen im Abstiegskampf sendete Aufsteiger Bayreuth, der gegen die TBB Trier mit 84:71 gewann und den ersten Sieg nach zuvor fünf Niederlagen bejubelte.

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