BBL-Geschäftsführer
Stefan Holz ärgert der Fall Hagen. Foto: Nicolas Armer

Stefan Holz ärgert der Fall Hagen. Foto: Nicolas Armer

dpa

Stefan Holz ärgert der Fall Hagen. Foto: Nicolas Armer

Frankfurt/Main (dpa) - Trotz des Lizenzentzugs von Phoenix Hagen will die Basketball-Bundesliga nichts an ihren Standards für die Zulassung in die höchste deutsche Spielklasse ändern.

«Es ist keine Option, das Produkt zu verschlechtern», sagte Geschäftsführer Stefan Holz dem Deutschlandfunk. Stattdessen stellte er die Frage: «Gibt Deutschland 18 Standorte her, die Profi-Basketball betreiben, wie wir es uns vorstellen, für Fans, Sponsoren und Fernsehsender?»

Bei der Ligatagung in Frankfurt ging es mit den Vereinen unter anderem um dieses Thema. Eine Entscheidung, welche Konsequenzen aus dem «Fall Hagen» gezogen werden oder ob die anderen Vereine eine Kompensationszahlung erhalten, sei noch nicht gefallen, sagte Holz auf Nachfrage. «Wir gehen nicht zur Tagesordnung über. Was dort passiert ist, ist absolut unbefriedigend», erklärte er.

Den Hagenern war wegen fehlender wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit mit sofortiger Wirkung die Lizenz für die laufende Saison entzogen worden. Alle bislang gespielten Partien mit Hagener Beteiligung wurden aus der Wertung genommen, die Saison wird mit 17 Teams zu Ende gespielt. Hagen steht als erster sportlicher Absteiger fest und strebt einen Neuanfang in der zweitklassigen Pro A an.

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