Malcolm Delaney war mit 16 Punkten bester Münchner. Foto: Andreas Gebert
Malcolm Delaney war mit 16 Punkten bester Münchner. Foto: Andreas Gebert

Malcolm Delaney war mit 16 Punkten bester Münchner. Foto: Andreas Gebert

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Malcolm Delaney war mit 16 Punkten bester Münchner. Foto: Andreas Gebert

Frankfurt/Main (dpa) - Bayern München bleibt in der Basketball-Bundesliga das Maß der Dinge, doch die Mannschaft der Stunde ist Verfolger ALBA Berlin.

Während sich die Bayern zu einem 96:92 gegen die Phantoms Braunschweig quälten und mit 30:4 Punkten ihre Tabellenführung behaupteten, feierte der Verfolger aus Berlin (26:8) mit dem souveränen 68:54 bei den Skyliners Frankfurt den zehnten Pflichtspielsieg in Serie. Auch Meister Brose Baskets Bamberg (28:6) blieb dem Spitzenreiter dank eines 80:69 bei den RIESEN Ludwigsburg als Tabellenzweiter auf den Fersen.

Die Bayern hatten gegen Braunschweig mehr Mühe als erwartet. Drei Tage nach dem zweiten Sieg in der Euroleague-Zwischenrunde lagen die Münchner vor dem Schlussviertel sogar mit zwei Punkten zurück. Malcolm Delaney (16) sowie Deon Thompson und Robin Benzing (je 14) bewahrten die Hausherren unter dem Jubel der 6700 Fans vor einer unliebsamen Überraschung. Für die starken Braunschweiger traf Isaiah Swann (23) am besten.

Berlin legte den Grundstein zum Sieg mit einem starken zweiten Viertel. Leon Radosevic mit 19 Punkten und David Logan (10) hatten das sicherste Händchen beim Sieger. Bei den Hessen ragte Danilo Barthel (17) heraus. «Mit dem Wissen, dass wir ein komplett neues Team sind und mit dem Ziel, den jungen Deutschen eine Chance zu geben, bin ich froh, dass wir zur Hälfte der Saison da stehen, wo wir sind», sagte ALBA-Coach Sasa Obradovic.

Trotz der zweiten Niederlage im neuen Jahr hatten auch die personell angeschlagenen Skyliners Grund zur Freude: Quantez Robertson kehrte nach seiner langen Verletzungspause wegen eines Wadenbeinbruchs auf das Parkett zurück und feierte seinen ersten Einsatz seit dem 9. Oktober. 20 Minuten stand der Amerikaner auf dem Feld und erzielte dabei sechs Zähler.

Die Ludwigsburger unterlagen Bamberg deutlicher als verdient: Die Schwaben hielten über die gesamte Partie gut mit und hatten in der Schlussphase durchaus Chancen auf den Sieg. Insgesamt 14 Mal wechselte in der hartumkämpften Partie die Führung, 17 Mal stand es unentschieden. «Wir haben unseren Jungs im Vorfeld gesagt, was hier in Ludwigsburg auf sie zukommt - und genau das Angekündigte haben wir bekommen», meinte Bambergs Trainer Chris Fleming. «Wir hatten in den ersten drei Vierteln Probleme, die schnellen Guards vor uns zu halten, sie haben eine Menge Schaden angerichtet.»

Der Tabellenvierte EWE Baskets Oldenburg (24:10) kam bei ratiopharm Ulm zu einem 88:77-Erfolg. Vor 6000 Fans gingen die Hausherren mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung ins letzte Viertel, wo sie förmlich einbrachen. Die Artland Dragons setzten sich am Sonntag bei den Telekom Baskets Bonn mit 71:64 durch und schoben sich mit 22:12 Zählern am punktgleichen Rivalen vorbei auf Rang fünf.

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