Gute Form
Per Günthers ratiopharm Ulm ist das Team der Stunde in der Basketball-Bundesliga. Foto: Marius Becker

Per Günthers ratiopharm Ulm ist das Team der Stunde in der Basketball-Bundesliga. Foto: Marius Becker

dpa

Per Günthers ratiopharm Ulm ist das Team der Stunde in der Basketball-Bundesliga. Foto: Marius Becker

Ulm (dpa) - Die Basketballer von ratiopharm Ulm können es sich immer noch nicht erklären. «Wie konnte der Saisonstart so katastrophal sein?», fragte Aufbauspieler Per Günther im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

«Dass wir so schlecht in die Saison gestartet sind, hat uns wirklich Kopfzerbrechen bereitet.» Eine Antwort auf die Frage haben Günther und seine Kollegen noch immer nicht gefunden. Doch die sieben Pleiten aus den ersten neun Spielen sind längst Vergangenheit. In der Basketball-Bundesliga ist ratiopharm Ulm im Moment das Team der Stunde.

Von den vergangenen elf Bundesliga-Spielen hat der Eurocup-Starter zehn gewonnen. Ähnlich stark präsentierten sich zuletzt nur die Brose Baskets Bamberg mit einer Siegesserie von zehn Liga-Spielen. Für Bamberg ist so ein Lauf aber keine Seltenheit. Die Baskets sind amtierender Meister und ein Spitzenteam der BBL. Die Erklärung für den plötzlichen Umschwung im beschaulichen Ulm fällt deutlich schwerer. In den ersten Monaten der Saison habe es zwar «bis zu drei Krisensitzungen» gegeben. «Aber es ist jetzt nicht über Nacht irgendwas passiert», sagt Günther.

Die Wende beginnt am 21. November. Eine Woche zuvor hatten die Ulmer die nächste ernüchternde Pleite bei den Giessen 46ers (69:91) kassiert. Eine erneute Krisensitzung oder sonstige besondere Maßnahmen gibt es nach dem erneuten Rückschlag nicht. Stattdessen folgt ein klarer Sieg über Aufsteiger Göttingen (95:67) und die Erfolgsserie beginnt. Elf Spiele, zehn Siege. «Das Göttingen-Spiel war jetzt auch keine Offenbarung», versucht sich Günther an einer Erklärung. «Aber irgendwann entwickelst du dann Selbstvertrauen.»

Binnen vier Tagen kommt es jetzt zu gleich zwei Duellen mit den Basketballern von Bayern München. 10. Februar ist das Heimspiel die letzte Gelegenheit auf einen Sieg in der Eurocup-Zwischenrunde. Beim 65:83 (29:43) gegen Bilbao kassierte Ulm am Mittwochabend eine weitere deutliche Niederlage im Europapokal.

Schon am Sonntag (17.00 Uhr) geht es aber in der Liga um Punkte gegen das Team, das den Männern von Trainer Thorsten Leibenath die einzige Niederlage in den vergangenen elf Spielen zugefügt hat. «Es wäre jetzt das letzte i-Tüpfelchen, wirklich mal ein gutes Ergebnis zu erzielen gegen eine Mannschaft, die ein deutlich größeres Kaliber ist als wir», sagt Günther. Dafür werde sein Team mit «unseren Fans im Rücken wieder an die Leistungsgrenze gehen».

Dass es in heimischer Halle nach dem «katastrophalen» Saisonstart nun überhaupt zu einer Art Spitzenspiel kommt ist auch Leibenath zu verdanken. «Er hat immer an uns geglaubt, uns vertraut», sagt Günther. «Und das ist auch das Wichtigste, weil ja immer eher die Spieler die sind, die zweifeln. Da brauchst du einen starken Trainer.» Vielleicht ist das doch die einfachste Erklärung für die ungewöhnliche Erfolgsserie.

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