Bayern-Trainer
Coach Svetislav Pesic steht mit dem FC Bayern vor dem Eurocup-Aus. Foto: Lukas Schulze

Coach Svetislav Pesic steht mit dem FC Bayern vor dem Eurocup-Aus. Foto: Lukas Schulze

dpa

Coach Svetislav Pesic steht mit dem FC Bayern vor dem Eurocup-Aus. Foto: Lukas Schulze

Valencia (dpa) - Jetzt helfen dem FC Bayern und den Brose Baskets Bamberg im Eurocup nur noch zwei kleine Basketball-Wunder. Nach der ernüchternden 58:80-Schlappe in Valencia flüchtete sich Münchens Trainer Svetislav Pesic in Zweckoptimismus.

«Nichts ist unmöglich», sagte der Serbe, dessen Mannschaft beim Titelverteidiger maßlos enttäuscht und sich den Weg ins Viertelfinale schon fast verbaut hatte. Ähnlich schwer ist die Aufgabe für Bamberg, das dem Favoriten Lokomotiv Kuban daheim 78:80 unterlag. «Unsere Chance aufs Weiterkommen ist jetzt in Krasnodar vielleicht nur ein Prozent, aber dieses eine Prozent ist da», meinte Trainer Andrea Trinchieri.

Dass die Münchner ihr Rückspiel am Mittwoch daheim austragen dürfen, ist nur ein schwacher Trost. «22 Punkte Differenz ist natürlich ein Resultat, das die Aufgabe sehr schwer macht, sich noch für die nächste Runde zu qualifizieren», resümierte Pesic. Früh im Jahr droht den Bayern, nur noch in einem Wettbewerb vertreten zu sein - auch im nationalen Pokal ist München schon raus.

Dabei hatte die Pesic-Truppe in Valencia zunächst gut mitgehalten und war zur Halbzeit nur drei Punkte zurück gelegen. Danach klappte beim deutschen Meister nicht mehr viel, die Wurfquote war miserabel - nur Topscorer Vasilije Micic (19 Punkte) stemmte sich gegen die Pleite. «Wir haben leider kurz vor der Halbzeit und zu Beginn des dritten Viertels unsere Konzentration verloren», klagte Jan Jagla. In der Offensive habe es das Team nicht mehr geschafft, sein Spiel durchzuziehen. «Und dann geht das auf diesem Niveau ganz schnell.»

Auch Bambergs Trainer Trinchieri war nach der knappen Niederlage geknickt - dabei hatten die Brose Baskets durch einen Dreierversuch von Elias Harris kurz vor Schluss sogar noch den Sieg vor Augen. Wirklich viel an der komplizierten Ausgangslage hätte das aber auch nicht geändert, fand der Coach. «Es macht keinen großen Unterschied, ob es für uns heute plus eins oder minus zwei heißt, das war heute die erste Hälfte eines quasi 80 Minuten dauernden Spiels», sagte er.

Soll heißen: Mit hängenden Köpfen werden die Franken nicht nach Russland fliegen. «Wir haben wirklich alles gegeben. Und wenn man alles gibt, dann kann man nicht perfekt sein», fand Trinchieri. In Krasnodar wird alles andere als ein perfektes Match wohl nicht reichen.

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