Verständnis
DOSB-Präsident Thomas Bach kann die Kritik an der Sportförderung nachvollziehen. Foto: Fredrik von Erichsen

DOSB-Präsident Thomas Bach kann die Kritik an der Sportförderung nachvollziehen. Foto: Fredrik von Erichsen

dpa

DOSB-Präsident Thomas Bach kann die Kritik an der Sportförderung nachvollziehen. Foto: Fredrik von Erichsen

Berlin (dpa) - Thomas Bach hat Verständnis für die Kritik von Top-Sportlern wie Robert Harting und Britta Steffen an der Sportförderung in Deutschland geäußert.

«Ich finde es prima, wenn sich erfolgreiche Athleten über den Tellerrand hinaus Gedanken machen zur Verbesserung der Sportförderung», sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes in der «Sport-Bild». «Ich war selbst Athletensprecher und habe dann in Äußerungen auch manchmal zum schweren Säbel gegriffen. Dass man mal polemisch wird, kenne ich aus eigener Erfahrung», sagte der Fecht-Olympiasieger.

Eine Entfremdung zwischen deutschen Spitzensportlern und Funktionären sieht Bach nicht. «Der rote Faden war, dass wir eine bessere Sportförderung brauchen. Und genau das ist auch das ureigene Anliegen des DOSB. Die Argumentation der Athleten hilft uns in Gesprächen mit der Politik», sagte Bach. «Wir haben Trainer, die Medaillengewinner und Weltmeister betreuen, und die gehen mit 3500 Euro brutto nach Hause. Da stimmen die Relationen nicht», beklagte Bach und begründete damit seine Forderung nach Erhöhung der Sportförderung von 135 auf 160 Millionen Euro jährlich. Auch seien Investitionen in Sportwissenschaft und Geräteentwicklung nötig. «Das war mal unsere Stärke. Doch nun schmilzt unser Vorsprung dahin.»

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer