Eine Stadt feiert ihre Football-Helden. Im Finale von Miami 31:17 über die Indianapolis Colts.

Auf dem Weg zum größten Erfolg seiner Karriere: Pierre Thomas, Runningback der New Orleans Saints (links).
Auf dem Weg zum größten Erfolg seiner Karriere: Pierre Thomas, Runningback der New Orleans Saints (links).

Auf dem Weg zum größten Erfolg seiner Karriere: Pierre Thomas, Runningback der New Orleans Saints (links).

dpa

Auf dem Weg zum größten Erfolg seiner Karriere: Pierre Thomas, Runningback der New Orleans Saints (links).

Miami. Vierundvierzig Sekunden vor Spielende gab es kein Halten mehr. Die Feierlichkeiten an der Außenlinie der New Orleans Saints im Sun Life-Stadion von Miami begannen. Und die Feierlichkeiten zuhause im Big Easy. Blitzschnell war auf der berühmten Bourbon Street im French Quarter der amerikanischen Hafenstadt am Mississippi kein Durchgekommen mehr, nachdem die Indianapolis Colts ihre letzte Chance auf ein Comeback vergeben hatten. Der 31:17-Sieg der Saints bei ihrem ersten Super Bowl, dem Finale der National Football League (NFL), war perfekt.

Und sorgte dafür, das Mardi Gras, der Straßenkarneval in New Orleans, in diesem Jahr zwei Wochen früher losgeht. Mit dem Erfolg der Saints fand eine Geschichte ein Ende, wie sie eigentlich nur in den USA geschrieben werden kann. Als Hurrikan "Katrina" und seine Folgen am 25. August 2005 die Stadt New Orleans zerstörten, begann der Aufstieg der Saints - von ganz unten nach ganz oben. "Wir haben hart für diesen Erfolg gearbeitet und ihn uns ehrlich verdient. Es ist eine Ehre für mich, ein Teil dieser Mannschaft zu sein", sagte Headcoach Sean Payton. Der Aufschwung der Stadt nach der Katastrophe ist ein Spiegelbild des Aufschwungs des Teams.

Dabei hatte der 44. Super Bowl vielversprechend für die Colts um Quarterback Peyton Manning begonnen, aber das genügte nicht. "Wir haben nie unseren Rhythmus gefunden", sagte der Spielmacher, der seine Mannschaft zu einem 10:0 nach dem ersten Viertel geführt hatte. Dann aber übernahmen die Saints mehr und mehr das Kommando. "Wir hatten uns über diese Alternative in der Pause unterhalten und uns für sie entschieden", sprach Payton.

Anstatt den Ball beim Kickoff der zweiten Halbzeit tief in die Hälfte den Colts zu spielen, entschied er sich für Risiko. Es wurde belohnt, schließlich eroberte sein Team den Ball bei dem kurzen Kick. Das Signal war gegeben. Jetzt war New Orleans an der Reihe.

Keine vier Minuten nach der Finte warf Quarterback Drew Brees einen Touchdown-Wurf auf Pierre Thomas zur ersten Führung des Teams aus Louisiana. Für die Entscheidung sorgte Tracy Porter, der einen Fehlpass von Peyton Manning in die Endzone trug. Dass er in Indiana auf die Universität ging, aber aus Louisiana stammt, machte ihn noch interessanter. "Ich komme von da unten, und weiß, was dieser Sieg für New Orleans bedeutet", erklärte er: "Sehr, sehr viel." Da ist ein Traum Wirklichkeit geworden.

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