Ghana verliert das Endspiel 0:1. Zuvor hat eine Sperre für Aufregung gesorgt.

Ägyptens Torwart Essam El Hadary feiert mit Mohamed Zidan.
Ägyptens Torwart Essam El Hadary feiert mit Mohamed Zidan.

Ägyptens Torwart Essam El Hadary feiert mit Mohamed Zidan.

Reuters

Ägyptens Torwart Essam El Hadary feiert mit Mohamed Zidan.

Luanda. Titelverteidiger Ägypten hat zum dritten Mal nacheinander den Afrika-Cup gewonnen. Die nicht für die Fußball-WM in Südafrika qualifizierten Nordafrikaner setzten sich am Sonntag im Endspiel gegen Deutschlands Gruppengegner Ghana mit 1:0 (0:0) durch und machten mit ihrem insgesamt siebten Titel als erstes Team den Hattrick bei dem Kontinental-Wettbewerb perfekt.

Mohamed Gedo erzielte in Luanda fünf Minuten vor dem Ende den Siegtreffer für die "Pharaonen" (85.). Nigeria hat das Duell der WM-Teilnehmer gegen Algerien mit 1:0 gewonnen und den Afrika-Cup auf Platz drei beendet. Bei der WM trifft Deutschland am 23.Juni in Johannesburg auf Ghana.

"Jetzt feiert ganz Ägypten", sagte Angreifer Mohamed Zidan. Der Dortmunder Bundesliga-Profi hatte die Vorlage zum einzigen Treffer in einer spannenden, aber nicht hochklassigen Partie geliefert. "Wir kämpfen immer bis zum Schluss, glauben an uns und haben großes Selbstvertrauen. Wir sind glücklich und stolz", sagte Zidan. Mittelfeldspieler Gedo krönte sich mit fünf Treffern zum besten Torschützen des Turniers. Der 37 Jahre alte Esam El Hadary wurde zum besten Torwart gewählt.

Adebayor fordert CAF-Chef Hayatou zum Rücktritt auf

Am Tag vor dem Finale hatte die Afrikanische Fußball-Föderation (CAF) die Nationalmannschaft Togos von den nächsten beiden Turnieren ausgeschlossen. Damit reagierte die CAF auf die "Einmischung" der Regierung Togos, die nach einem Anschlag auf den Mannschaftsbus ihres Teams mit zwei Toten zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel des laufenden Turniers den Rückzug angeordnet hatte. Die CAF-Entscheidung löste bei den Betroffenen Empörung und völliges Unverständnis aus.

Während Auswahl-Coach Hubert Velud einen Einspruch gegen das Urteil ankündigte, forderte Star-Spieler Emmanuel Adebayor den Rücktritt von CAF-Chef Issa Hayatou. "Herr Hayatou hat viel für Afrika getan, aber nun muss er weg. Diese Entscheidung ist ungeheuerlich", sagte er der "L’Équipe". Sportminister Christophe Tchao kündigte an, alle gesetzlichen Möglichkeiten für einen Einspruch prüfen zu wollen.

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