«Der Titel wäre ein Extra - ein schönes Extra natürlich.» Trainer Vital Heynen will den VfB Friedrichshafen zur Meisterschaft führen. Foto: Rainer Jensen
«Der Titel wäre ein Extra - ein schönes Extra natürlich.» Trainer Vital Heynen will den VfB Friedrichshafen zur Meisterschaft führen. Foto: Rainer Jensen

«Der Titel wäre ein Extra - ein schönes Extra natürlich.» Trainer Vital Heynen will den VfB Friedrichshafen zur Meisterschaft führen. Foto: Rainer Jensen

dpa

«Der Titel wäre ein Extra - ein schönes Extra natürlich.» Trainer Vital Heynen will den VfB Friedrichshafen zur Meisterschaft führen. Foto: Rainer Jensen

Berlin (dpa) - Das Wort Lotto lässt Vital Heynen nicht gelten, wenn es um den Showdown um die deutsche Volleyball-Meisterschaft geht.

Dabei werden am Sonntag (14.30 Uhr) im dritten Finalduell zwischen den beiden deutschen Topclubs VfB Friedrichshafen und BR Volleys Kleinigkeiten entscheiden, wer dieses Mal über den Titel jubeln kann. Für den VfB wäre es der vierzehnte, für Berlin der achte. 1:1 steht es nach Siegen. «Lotto ist nicht korrekt, auch wenn in zweieinhalb Stunden das ganze Jahr entschieden wird. Die Tagesform ist wichtig», sagte Friedrichshafens Coach Heynen der Deutschen Presse-Agentur.

«Jetzt ist alles wieder auf Null gestellt», erklärte Berlins Mittelblocker-Routinier Felix Fischer (34) vor dem Saisonabschluss und seinem letztem Match der Karriere. Fünf Partien gegen Berlin haben die «Häfler» mit ihrem neuen Chefcoach Heynen in der aktuellen Spielzeit gewonnen, im sechsten schlug der Titelverteidiger zurück. «Der VfB muss jetzt erst einmal zeigen, ob er zu Hause dem hohen Erwartungsdruck auch standhalten kann», sagte Berlins Kapitän Robert Kromm (33). Doch auch die Berlin Recycling Volleys haben nur noch diese eine Chance. Bei einer Niederlage geht für den Triple-Sieger des Vorjahres diese Saison ohne Titel zu Ende.

Als Katastrophe aber würde das Volleys-Manager Kaweh Niroomand nicht sehen: «Wir haben unabhängig vom Ausgang des Spiels am Sonntag eine tolle Saison gespielt. Wenn jetzt noch die Meisterschaft dabei rauskommt, wäre das sehr schön. Aber auch eine Niederlage wirft uns nicht um.» Der Belgier Heynen (47) ist ebenfalls schon zufrieden mit seinem ersten Jahr am Bodensee: «Wir können stolz auf die Mannschaft sein. Der Titel wäre ein Extra - ein schönes Extra natürlich.» Den nationalen Pokal hat Heynen mit dem VfB schon in der Tasche.

Schon in den vergangenen vier Jahren hatten beide Clubs das Playoff-Finale bestritten. Dreimal behielten die Volleys die Oberhand, in der Saison 2014/15 triumphierte letztmals der VfB. Insgesamt traten die Berliner in den Finalrunden seit 2013 neunmal in Friedrichshafen an und feierten dabei sechs Auswärtssiege. «Wir werden noch einmal alles geben und genauso fokussiert sein wie zuletzt bei unserem 3:1-Sieg zu Hause», versprach Kromm.

Friedrichshafen setzt dennoch auf den Heimvorteil: «Es ist schon ein kleiner Unterschied, ob wir in Berlin oder zu Hause spielen», bemerkte Heynen. «Zuletzt hat sich die individuelle Stärke der Berliner durchgesetzt. Wir müssen wieder mehr als Mannschaft dagegenhalten», betonte der ehemalige Bundestrainer.

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