Warnstreik bei Berliner Bussen und U-Bahnen
BVG-Warnstreik: Fahrgäste müssen am Samstag mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. (Foto: Gero Breloer)

BVG-Warnstreik: Fahrgäste müssen am Samstag mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. (Foto: Gero Breloer)

dpa

BVG-Warnstreik: Fahrgäste müssen am Samstag mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. (Foto: Gero Breloer)

Berlin (dpa) - Touristen, Film- und Fußballfans müssen sich am Samstag (18. Februar) auf massive Behinderungen im Berliner Nahverkehr einstellen. Denn von 4.00 bis 19.00 Uhr streiken die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).

Keine U-Bahn, kein Bus, keine Tram: In Berlin wird am Samstag (18.2.) ein Großteil des Nahverkehrs lahmgelegt. Fahrer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) treten von 4.00 bis 19.00 Uhr in den Warnstreik. Die BVG erwartet, dass mindestens 15 Stunden lang keine einzige U-Bahn fahren wird. Aus Sicherheitsgründen werden alle U-Bahnhöfe geschlossen. «Das wird die größtmöglichen Auswirkungen auf die Fahrgäste haben», sagte die BVG-Vorstandsvorsitzende Sigrid Nikutta.

Weil die Züge während des Warnstreiks nicht auf freier Strecke stehenbleiben dürfen, kann es laut BVG schon ab 2.00 Uhr in der Nacht erste Auswirkungen geben. Auch nach der Aktion würden die Züge nicht sofort wieder nach Fahrplan fahren. Die Arbeitgeber bezeichneten den Warnstreik als «nicht nachvollziehbar und völlig überzogen».

Hintergrund der Aktion: Die Tarifverhandlungen für die 12 600 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport sind festgefahren. Die Arbeitgeber wollen ab Mai 2012 2,3 Prozent mehr Geld zahlen, weitere 1,3 Prozent ab Juni 2013 und 1,5 Prozent ab Juli 2014. Hinzu kämen im Januar 2015 einmalig 100 Euro. Verdi verlangt Einkommenserhöhungen oberhalb der Teuerungsrate, die 2011 bei 2,3 Prozent lag. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den kommenden Montag geplant.

Die BVG hat nach eigenen Angaben an einem Samstag mehr als 1,8 Millionen Fahrgäste. Der Warnstreik treffe nicht nur Nachtschwärmer und Berliner auf Einkaufsbummel, sondern auch Touristen, Berlinale-Publikum und mehrere zehntausend Fußball-Fans, betonte Nikutta. Hertha BSC spielt am Samstag im Olympiastadion gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund. Erwartet werden mehr als 70 000 Besucher.

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