Hannover (dpa/tmn) - Der steigende Ölpreis verteuert auch viele Urlaube: Mehrere Reiseveranstalter sowie Anbieter von Flusskreuzfahrten verlangen seit kurzem Treibstoffzuschläge bei Neubuchungen. Damit geben sie ihre gestiegenen Kosten an die Kunden weiter.

Bei der Tui zum Beispiel werden für Flugreisen auf der Kurzstrecke 6 Euro zusätzlich fällig, auf der Mittelstrecke sind es 13 Euro und bei Fernzielen 30 Euro. Thomas Cook und Neckermann sowie die Marken der Rewe-Pauschaltouristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg) erheben ähnliche Beträge für Abreisen ab dem 1. April. Der Grund für die Zuschläge seien Nachforderungen der Fluggesellschaften für neu gebuchte Reisen, erklärt Thomas-Cook-Sprecherin Nina Kreke.

Die Lufthansa habe den seit 2004 erhobenen Zuschlag am 25. Januar erhöht, erklärt Firmensprecher Boris Ogursky. Nun verlangt die Fluggesellschaft für Verbindungen innerhalb Europas 26 Euro Zuschlag, auf Interkontinentalflügen beträgt der Aufpreis je nach Entfernung 92 bis 107 Euro. Air Berlin hat die Zuschläge am 20. Januar um 3 Euro auf der Kurz- und Mittelstrecke und 5 Euro auf Langstrecken erhöht.

Auch mehrere Anbieter von Flusskreuzfahrten reichen die gestiegenen Treibstoffpreise an ihre Passagiere weiter. A-Rosa zum Beispiel schlägt ab dem 14. März für Fahrten auf Donau, Rhône und Rhein 5 Euro pro Person und Nacht auf, bei Nicko Tours sind es 4 Euro. Bei Nicko Tours gelten die Aufpreise auch rückwirkend für Kunden, die ab dem 15. April reisen und mehr als 120 Tage zuvor gebucht haben. Der Treibstoff habe sich seit der Kalkulation der aktuellen Katalogpreise im Juli vergangenen Jahres um 60 Prozent verteuert, begründet Geschäftsführer Ekkehard Beller den Zuschlag.

Die Anbieter von Kreuzfahrten auf hoher See halten sich noch zurück. Derzeit seien keine Treibstoffzuschläge geplant, sagten die Sprecher von Aida Cruises und MSC-Kreuzfahrten.

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