Mit einer sexistischen Bemerkung hat Thailands Putschführer Prayuth Chan-ocha nach der Ermordung zweier Touristen Empörung ausgelöst. Foto: Narong Sangnak/Archiv
Mit einer sexistischen Bemerkung hat Thailands Putschführer Prayuth Chan-ocha nach der Ermordung zweier Touristen Empörung ausgelöst. Foto: Narong Sangnak/Archiv

Mit einer sexistischen Bemerkung hat Thailands Putschführer Prayuth Chan-ocha nach der Ermordung zweier Touristen Empörung ausgelöst. Foto: Narong Sangnak/Archiv

dpa

Mit einer sexistischen Bemerkung hat Thailands Putschführer Prayuth Chan-ocha nach der Ermordung zweier Touristen Empörung ausgelöst. Foto: Narong Sangnak/Archiv

Bangkok (dpa) - Mit einer sexistischen Bemerkung hat Thailands Putschführer nach der Ermordung zweier Touristen Empörung ausgelöst. «Touristen meinen, sie könnten machen, was sie wollen, aber sind sie im Bikini wirklich sicher?», sagte Prayuth Chan-ocha.

Gefahr gelte natürlich nur für hübsche Frauen, fügte er in einer Bemerkung hinzu, die offenbar als Scherz gedacht war. Am Donnerstag zeigte der Putschführer und Regierungschef eine Art Reue. «Ich entschuldige mich, wenn meine Äußerungen jemand beleidigt haben sollten», sagte er auf Fragen von Reportern.

Die beiden Touristen waren am Montag tot an einem blutverschmierten Urlauberstrand auf der Insel Koh Tao im Golf von Thailand gefunden worden. Die Ermittlungen zum Tod der beiden 24-Jährigen sind bisher nicht abgeschlossen.

Für Wirtschaftsprofessorin Pavida Pananond zeugen Prayuths Äußerungen von tief sitzenden sexistischen Ansichten, dass leicht bekleidete Frauen für Übergriffe von Männern selbst verantwortlich sind. Auch in sozialen Netzwerken kritisierten viele Nutzer die Entgleisung am Donnerstag. «Ich schäme mich, dass mein Land mit solchen dummen Ansichten in Verbindung gebracht wird», schrieb ein Thailänder auf Facebook. «Will Thailand etwa als erstes buddhistisches Land die Burka für Frauen am Strand einführen?», meinte jemand auf Twitter.

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