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Die Promenade in Kampot.

Die Promenade in Kampot.

Die ärmlichen dünnen Kinder in der wunderschönen kambodschanischen Landschaft.

Eine Pfefferfarm, wo der angeblich weltbeste Pfeffer wächst.

Eine Pfefferfarm, wo der angeblich weltbeste Pfeffer wächst.

Eine der ebenso ärmlichen Hütten der Landbevölkerung.

Das Hostel Mad Monkey.

Juliane Kinast, Bild 1 von 6

Die Promenade in Kampot.

Nach meinem bitteren Start in Kambodscha erwartet mich in Kampot ein freundliches Gesicht: Greg ist der Freund eines meiner Mit-Cowgirls aus Australien und Manager des Hostels "Mad Monkey". Ich stelle mich ihm vor und nach zwanzig Sekunden habe ich ein Cambodia-Bier vor mir stehen. Ich hatte vergessen, wie schnell das bei den Aussies geht.

Kampot ist eine kleine Stadt am Fluss mit so gut wie keinen Sehenswürdigkeiten. In ihrer Umgebung kann man Pfefferfarmen besichtigen, auf denen der angeblich weltbeste Pfeffer angebaut wird (ich habe ein Päckchen im Koffer und werde das zu Hause auf die Probe stellen), Salzfelder, ein paar kleine Höhlen mit Tempeln. Der benachbarte Nationalpark besteht aus einem Berg und man könnte dort hiken gehen. Muss man aber nicht. Und es ist gerade ziemlich schön, mal nichts zu müssen.

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Die Promenade in Kampot.

Die Promenade in Kampot.

Die ärmlichen dünnen Kinder in der wunderschönen kambodschanischen Landschaft.

Eine Pfefferfarm, wo der angeblich weltbeste Pfeffer wächst.

Eine Pfefferfarm, wo der angeblich weltbeste Pfeffer wächst.

Eine der ebenso ärmlichen Hütten der Landbevölkerung.

Das Hostel Mad Monkey.

Juliane Kinast, Bild 1 von 6

Die ärmlichen dünnen Kinder in der wunderschönen kambodschanischen Landschaft.

Aber auch wenn man mal im Hostel herumhängt, kann man etwas lernen. So erklärt mir ein Poster in der Lobby des Mad Monkey, dass 29 Prozent der fünfjährigen Kinder in Kambodscha untergewichtig sind. Das die Lebenserwartung noch immer nur bei 63 Jahren liegt, im ländlichen Kambodscha sogar weit darunter. Dass vor allem schmutziges Wasser ein Problem ist und die Durchschnittsfamilie jeden Tag fünf Kilometer läuft, um überhaupt Wasser zu haben.

Ich frage Greg, warum das Poster dort hänge, und er erklärt mir, dass die Hostelkette den Brunnenbau in ländlichen Regionen unterstützt und viele andere Projekte. "Bei unser letzten Poolparty haben wir genug Geld eingenommen, um für eine Schule in der Umgebung zwei Toiletten bauen zu können. Da gab es bislang keine", berichtet er. Das Mad Monkey zahlt seinen Angestellten zudem 180 statt der durchschnittlichen 50 Dollar im Monat, sie erhalten Hilfe im Krankheitsfall und haben Mutterschutz, den es im Land sonst überhaupt nicht gibt. Mehr und mehr Unternehmen mit Beteiligung aus Europa, Australien oder den USA in Kambodscha seien sich ihrer Verantwortung bewusst und versuchten zu helfen. Allein in Siem Reap, stelle ich beim Durchblättern meines Reiseführers fest, gibt es Fahrradverleihe, die Geld an soziale Projekte spenden, Restaurants, in denen Khmer für die Arbeit in der Gastronomie ausgebildet werden, was man mit dem Essen dort unterstützt. Oder auch Angebote für Touristen mit etwas mehr Zeit im Budget, für ein bis zwei Wochen freiwillig in einer Gemeinde zu helfen, etwa Englisch zu unterichten.

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Die Promenade in Kampot.

Die Promenade in Kampot.

Die ärmlichen dünnen Kinder in der wunderschönen kambodschanischen Landschaft.

Eine Pfefferfarm, wo der angeblich weltbeste Pfeffer wächst.

Eine Pfefferfarm, wo der angeblich weltbeste Pfeffer wächst.

Eine der ebenso ärmlichen Hütten der Landbevölkerung.

Das Hostel Mad Monkey.

Juliane Kinast, Bild 1 von 6

Eine Pfefferfarm, wo der angeblich weltbeste Pfeffer wächst.

Es fühlt sich gut an, als Tourist mal beim Aufstieg eines Landes zu helfen, statt wie etwa im Fall des thailändischen Koh Phi Phi beim Ruin seines Ökosystems. Und ich werde ganz sicher nicht mehr vorbeischauen können an den dürren Kindern auf den Straßen Kambodschas mit ihren knochigen, kleinen Beinen. Und ihrem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht, wenn sie mir zuwinken.

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