Man kann mit Kindern jeden Alters in den Sommerurlaub fahren, muss aber generell einige Dinge beachten, die auch vom Alter des Kindes abhängen. Wir haben die wichtigsten Tipps gesammelt, damit Familien aus Köln, Düsseldorf, Wuppertal und Umgebung gemeinsam eine großartige Zeit verleben können.

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Der passende Reisetermin – früh buchen ist angesagt
Als Single genießt man völlige Freiheit. Einem spontanen Kurzurlaub steht nichts entgegen, wenn man Überstunden abbummeln kann oder kurzfristig freibekommt. Bei der Unterkunft muss man nicht wählerisch sein – von Campingwagen bis zum Last Minute Sterne Hotel ist alles möglich. Das ist mit Kindern anders. Spätestens, wenn diese in der Schule sind, fahren alle Familien gleichzeitig in den Urlaub, nämlich in den Ferien. Es bietet sich also an, rechtzeitig zu buchen, zugleich will auch die Abfahrt zum Flughafen großzügig geplant sein, denn in der Ferienzeit sind die Straßen häufig verstopft. Die rechtzeitige Planung der Reise beinhaltet natürlich auch das passende Reiseziel, das nicht nur nach den Vorlieben der Eltern, sondern auch passend zum Alter des Kindes ausgesucht werden sollte. Doch keine Sorge, wer bisher ein Weltenbummler war, der kann auch als Elternteil ein aufregendes Leben auf verschiedenen Kontinenten genießen.

Wohin soll die Reise gehen?
Die erste wichtige Frage rund um das passende Reiseziel bezieht sich auf die Art der Fortbewegung. Ob Autofahrt, Zugreise oder Flug, das Reisen mit Kleinkindern ist immer eine Herausforderung für die Eltern, die auf alle Eventualitäten vorbereitet sein sollten.
Grundsätzlich gilt: Mit einem gesunden Kind kann problemlos auch eine Fernreise, zum Beispiel in die Tropen, unternommen werden. Etwa ab einem Alter von drei Monaten sind die Kleinen bereit, fremde Kontinente zu erobern. Mit einem so kleinen Kind eine weite Reise zu unternehmen, ist sogar wesentlich einfacher als mit einem Kleinkind in der Trotzphase, das im Flugzeug ungeduldig wird. Die Reise mit der Bahn ist entspannend für alle Beteiligten und kann auch als Fernreise in einem eigenen Abteil bzw. Schlafwagen richtig spannend sein. Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, genießt hingegen die größte Freiheit. Er kann den Start der Reise, die Route und eventuelle Pausen selbst planen. Die Strapazen für den Fahrer sind hingegen größer.

Kinder sind flexibel und passen sich neuen Umständen leicht an. Das gilt sowohl für die Zeitverschiebung als auch für fremde Sitten und Gebräuche oder das Essen. Die normalen Vorsichtsmaßnahmen bei Ferneisen, dass Wasser nur aus der Flasche getrunken werden sollte und man bei Speisen aus einer Straßenküche umsichtig sein sollte, gelten bei einer Reise mit kleinen Kindern natürlich ebenfalls.
Wer nicht in die Ferne schweifen möchte und keine Lust auf eine stundenlange Anreise hat, der bleibt einfach in der Nähe. Deutschland wird als Reiseziel immer beliebter und bietet alles, was man sich wünschen kann. Ob Urlaub in den Bergen oder am Meer, Skilaufen, Badeurlaub oder kulturelle Erlebnisse, alles ist möglich. Spezielle Angebote für Familien mit Kindern machen es leicht, das eigene Land mit ganz neuen Augen zu entdecken. Hier ist sogar die unkomplizierte Anreise mit dem eigenen Auto möglich, was ebenso für Nachbarländer wie Dänemark, Polen oder die Schweiz gilt, alles Gebiete, in denen Familien prima urlauben können.

Die Packliste wird mit Kindern deutlich länger
Die Zeiten, in denen man lediglich mit einer Wasserflasche, einem Bikini und einem Badetuch bewaffnet an den Strand ziehen konnte, sind mit Kindern natürlich vorbei. Schon der Ausflug an den Baggersee nimmt teilweise Ausmaße an, als würde man sich auf eine Fernreise begeben. Neben der Verpflegung mit reichlich Essen müssen natürlich Windeln, Wechselkleidung, jede Menge Handtücher, Decken, das Lieblingsspielzeug und Eimer und Schaufel mit an den Strand. Man kann sich vorstellen, dass es bei einer echten Reise nicht anders aussieht.
Hilfreich ist es, sich eine Checkliste für den Sommerurlaub anzulegen. Neben der Kleidung gibt es natürlich noch viele andere Dinge, mit mitgeführt werden müssen.

– Wer außerhalb von Europa Urlaub machen will, sollte die Aktualität seines Reisepasses überprüfen. Seit 2009 brauchen auch Babys einen eigenen Reisepass bzw. für Reisen im Schengen-Raum einen Kinderausweis.
– Der Reiseapotheke kommt bei Reisen mit Kindern eine besondere Bedeutung zu. Diese fangen sich schnell einen Infekt ein, denn ihr Immunsystem ist noch nicht ausgereift. Mit der richtigen Medizin kommen Kinder jedoch ebenso schnell wieder auf die Beine. Neben regelmäßig verabreichten Medikamenten gehören in die Reiseapotheke unbedingt ein Mittel gegen Übelkeit, gegen Durchfall, Ohrentropfen, Nasenspray, ein Fieberthermometer und natürlich ein Fiebersaft. Mit Desinfektionsspray, Pflaster, einer Zeckenzange und einer speziell für Kinder geeigneten Sonnenmilch (ab LSF 50, wasserfest) ist die kleine Apotheke dann komplett.
– Um dem Kind den Aufenthalt in der fremden Umgebung etwas leichter zu machen, gehören die liebste Kuscheldecke und das Lieblingskuscheltier unbedingt mit in den Koffer. Übrigens: Kinder in der Fremdelphase, die meistens zwischen dem 7. und 9. Monat auftritt, haben größere Probleme mit fremden Umgebungen. Sie brauchen dann besonders viel Geduld.

Warum der Urlaub mit Kindern so wichtig ist
Einfach mal aus dem Alltag ausbrechen, neue Eindrücke sammeln und gemeinsame Erlebnisse genießen, ein Urlaub schweißt zusammen und schafft Erinnerungen. Man muss sich keine Sorge machen, wenn dabei nicht alles glattgeht, denn genau die kleinen Pannen und Probleme sind es doch, an die man sich später am genausten erinnert und über die man gemeinsam lachen kann. Der Urlaub mit Kindern kann für Eltern eine kleine Herausforderung sein, doch er ist wichtig für das Gemeinschaftsgefühl. Dabei geht es nicht unbedingt darum, den Kindern „die Welt“ zu zeigen, denn für sie ist die Welt vor der Haustür schon voller Wunder. Es geht darum, als Familie zusammenzuwachsen und für einige Tage oder Wochen dem alltäglichen Leben zu entfliehen.
Natürlich kann man einen Familienurlaub selbst planen, man kann jedoch auch entsprechende Angebote in Anspruch nehmen, bei denen der Aufenthalt etwa in einem familiengeeigneten Urlaubspark Entspannung für alle Familienmitglieder verspricht. Denn je besser der Nachwuchs beschäftigt wird, umso eher können Eltern sich die verdiente Entspannung gönnen.