Blick auf Monschau
Monschau ist ein beschauliches mittelalterliches Städtchen - viele der alten Häuser stehen heute unter Denkmalschutz. Foto: Heike Becker, Monschau

Monschau ist ein beschauliches mittelalterliches Städtchen - viele der alten Häuser stehen heute unter Denkmalschutz. Foto: Heike Becker, Monschau

Die Altstadt von Monschau verzaubert mit alten Fachwerkhäusern. Foto: Heike Becker, Monschau

Qualität muss sein: Peter Maaßen kontrolliert die Bohnen für seinen Kaffee. Foto: Bernd F. Meier

Werner Maaßen (l.) und sein jüngerer Bruder Peter betreiben die alte Kaffeemanufaktur ihrer Familie. Foto: Caffee-Rösterei Wilhelm Maassen/Morgenthal

In der Senfonie, die zur historischen Monschauer Senfmühle gehört, wird der berühmte Moutarde de Montjoie produziert. Foto: www.senfmuehle.de

In der Monschauer Senfmühle gibt es Geschmacksrichtungen für fast jede Zunge - von süß bis scharf und beides zusammen. Foto: Bernd F. Meier

Das Rote Haus liegt direkt an der Rur. Der Fluss durchzieht das alte Städtchen. Foto: Heike Becker, Monschau

Die freitragende Treppe im Roten Haus, dem berühmtesten Bauwerk Monschaus, ist ein wahrer Blickfang. Foto: Heike Becker, Monschau

Die Monschauer Dütchen erinnern von der Form her an Eistüten und werden gerne mit Eis und Früchten serviert. Foto: Alexander Palmer

Konditormeisterin Elke Klein mit Monschauer Dütchen - mit Eis und Erdbeeren schmecken die Biskuitrollen besonders gut. Foto: Bernd F. Meier

Im «Rur-Cafe» zeigt Ingrid David typisches Steinofenbrot. Schließlich freut sich der Gaumen auch mal über etwas Herzhaftes. Foto: Bernd F. Meier

Rund 4000 Hektar umfasst das karge Moor- und Heideland Hohes Venn. Für Ruhesucher bietet sich das Gebiet für einen Tagesausflug ab Monschau an. Foto: Bernd F. Meier

dpa, Bild 1 von 12

Monschau ist ein beschauliches mittelalterliches Städtchen - viele der alten Häuser stehen heute unter Denkmalschutz. Foto: Heike Becker, Monschau

Monschau (dpa/tmn) - Kaffeeduft zieht durch die Straße. Die Maaßens haben frisch geröstet. Durch die Tür des alten Hauses mit der grauen Schieferfassade geht es hinab in die Kaffeemanufaktur der Brüder Peter und Werner.

«Kaffee rösten wir erst wieder seit dem Jahr 2004. Damit setzen wir unsere Familientradition fort», erzählt Werner Maaßen, 50, der ältere von beiden. Die Rösterei gab es nämlich schon ab 1862, zwischen 1949 und 2004 war sie aber geschlossen. Heute ist sie Teil einer Stadtführung durch Monschau in der Eifel, bei der vor allem Süßes im Vordergrund steht.

Nächste Station: die Senfonie gleich nebenan. In dem Laden werden 21 verschiedene Sorten Senf angeboten, zum Beispiel mit Chili, Knoblauch, Feige oder Riesling, von extrascharf bis zuckersüß. Die Außenstelle der historischen Monschauer Senfmühle produziert seit mehr als 100 Jahren den berühmten Moutarde de Montjoie.

Über das holprige Pflaster der engen Gassen führt die süße Tour zum Roten Haus, dem bedeutendsten Bauwerk Monschaus. Ab 1752 ließ der Tuchfabrikant Johann Heinrich Scheibler das mächtige Patrizierhaus erbauen. Ein Schmuckstück - und das Wahrzeichen von Monschau.

Konditormeisterin Elke Klein wartet schon gegenüber im « Café am Roten Haus» mit einer weiteren süßen Schleckerei: den Monschauer Dütchen. «Dütchen erinnern in ihrer Form an kleine Tüten. Der hauchdünne Biskuitteig wird auf dem Blech gebacken, dann mit der Hand geformt und zum Erkalten in einem Holzgestell fixiert», erklärt sie. Eine Hausfrau aus Monschau hat die Dütchen der Überlieferung nach zum ersten Mal um das Jahr 1850 für ihre Familie gebacken.

Nicht nur Süßes naschen die Gäste, auch Herzhaftes wird bei dem Rundgang probiert: Dunkles Steinofenbrot gibt es im «Rur-Cafe», wo Ingrid David die Besucher für sich gewinnen möchte: «Unser Brot mit Schmalzaufstrich ist zum Anbeißen gut.» Das stimmt!

Nur etwa 500 Menschen wohnen in der Monschauer Altstadt zu beiden Seiten der Rur. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sicherte die Gemeinde per Verordnung den historischen Bestand der Bauwerke. Heute stehen viele der alten Häuser unter Denkmalschutz.

Nach Belgien entführt eine weitere Monschauer Spezialität, die süßen Vennbrocken. Vor über 40 Jahren von Konditoren erfunden, sollen die pralinenartigen Würfel an Torfplacken aus dem Heide- und Moorgebiet Hohes Venn am Rand von Monschau erinnern. Die Bröckchen in « Café Kaulard» gibt es in verschiedenen Varianten, gefüllt mit Nougat, Marzipan oder Cointreau-Trüffel-Füllung.

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