Weihnachtsmarkt in Berlin
Berlin hat gleich etliche Weihnachtsmärkte - einer der schönsten ist der auf dem Gendarmenmarkt.

Berlin hat gleich etliche Weihnachtsmärkte - einer der schönsten ist der auf dem Gendarmenmarkt.

In Köln geben rund 150 festlich geschmückte Holzbuden vor dem Hintergrund der gotischen Kirche ein eindrucksvolles Bild ab.

Den Dresdner Striezelmarkt gibt es schon lange, er geht auf ein Privileg des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. von 1434 zurück.

Auch in Regensburg gibt es mehrere Weihnachtsmärkte. Rundum die Neupfarrkirche und die Alte Stadtwache reihen sich die Buden und Stände.

In Münster gibt es gleich mehrere Weihnachtsmärkte. Die wohl stimmungsvollste Kulisse bieten die Bogenhäuser auf dem Lichtermarkt.

Andrea Warnecke/dpa/tmn, Bild 1 von 5

Berlin hat gleich etliche Weihnachtsmärkte - einer der schönsten ist der auf dem Gendarmenmarkt.

Nürnberg (dpa/tmn) - Weihnachtsmärkte gibt es im Norden genauso wie im Süden Deutschlands. Viele davon sind nicht nur für diejenigen attraktiv, die in unmittelbarer Nähe wohnen: Lübeck ist deshalb in der Adventszeit ein genauso reizvolles Reiseziel wie Nürnberg.

«Drei im Weckla - mit viel Senf» - das ist wohl einer der Sätze, den die Metzger auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt am häufigsten hören. In der Frankenmetropole sind es kurze Bratwürste im Brötchen, in Hamburg die Schmalzkuchen und in Dresden der Christstollen: Jede Region hat ihre Spezialität, die auf dem Weihnachtsmarkt nicht fehlen darf.

Die bekanntesten Weihnachtsmärkte ziehen in den vier Wochen vor Heiligabend tausende Menschen in die Innenstädte. Lübeck mit seiner mittelalterlichen Backsteingotik ist ein Beispiel dafür: Die Gassen der Innenstadt sind eng, Glühweinstände und Christbaumschmuck nah beieinander. In diesem Jahr dauert der Weihnachtsmarkt vom 21. November bis 30. Dezember. Genau genommen ist es nicht ein Weihnachtsmarkt, es sind gleich mehrere.

In Münster gibt es eine Handvoll Weihnachtsmärkte in Gehweite. Der Giebelhüsskesmarkt vor den Mauern der Überwasserkirche ist der jüngste davon - doch in Sachen Lichterglanz und romantischer Adventstimmung steht er den anderen nicht nach. Rund sechs Meter hoch ist die Holzpyramide auf dem Aegidii-Markt, auf dem man zahlreiche regionale Köstlichkeiten probieren kann. Ebenfalls bekannt für das kulinarische Angebot: Das kleine Weihnachtsdorf am Denkmal des Kiepenkerl. Die wohl stimmungsvollste Kulisse bieten die Bogenhäuser rund um die Lambertikirche.

Rund 150 festlich geschmückte Holzbuden geben ein prächtiges Bild vor dem historischen Kölner Dom ab. Regionale Spezialitäten und bio-zertifizierte Lebensmittel werden an vielen Ständen verkauft - auch bei den zahlreichen Kunsthandwerkern hat Qualität Priorität. Dort gibt es ein großes Angebot an Geschenkideen wie Holzschnitzereien, Glaskugeln, Keramik und Kinderspielzeug.

Traditionsreich geht es beim Nürnberger Christkindlesmarkt zu. «Am Freitag vor dem ersten Advent eröffnet das Christkind seinen Markt zu Füßen der Frauenkirche», sagt Thomas Meiler vom Informationsamt der Stadt. Rund 400 Händler bewerben sich dort jährlich um einen Standplatz - weniger als die Hälfte haben Erfolg. Das Marktreglement ist streng: Nur wer Weihnachtliches im Angebot hat, darf einen Stand bestücken. Der Christkindlesmarkt, in diesem Jahr vom 25. November bis 24. Dezember, kann auf eine mehr als 400-jährige Tradition zurückblicken - ist aber nicht der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands.

Der Dresdner Striezelmarkt geht auf ein Privileg des sächsischen Kurfürsten Friedrich II. von 1434 zurück. Seinen Namen hat der Markt von einer einheimischen Spezialität: dem Dresdner Christstollen, im Mittelhochdeutschen Striezel genannt. Bekannt ist der Markt, dessen 577. Auflage vom 24. November bis 24. Dezember gefeiert wird, für das süße Gebäck - und für Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge. Wie im vergangenen Jahr soll es einen einzigartigen begehbaren Schwibbogen geben - und eine 14 Meter hohe Weihnachtspyramide.

Besonders romantisch ist der Weihnachtsmarkt im Hof des Schlosses derer von Thurn und Taxis in Regensburg. «Das ist ein traditioneller Handwerkermarkt mit Schauvorführungen, altbayerischer Schmankerlküche und nostalgischen Kinder-Animationen», sagt Olivia Hernandez, Sprecherin des Tourismusamtes der Stadt an der Donau. Der Markt wird am 27. November eröffnet und schließt am 23. Dezember.

Auch in der Regensburger Innenstadt mit ihren verwinkelten Gassen gibt es mehrere Weihnachtsmärkte: Rund um die 500 Jahre alte Neupfarrkirche und vor der Alten Stadtwache reihen sich die Buden und Stände mit dem glitzernden Angebot von Christbaumschmuck, Krippen und Schnitzfiguren. Schmale Gassen, versteckte Passagen und Höfe führen zum Kohlenmarkt und zum Haidplatz.

Eine bunte Auswahl von Weihnachtsmärkten bietet Berlin: An der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Kudamm gibt es einen, am Gendarmenmarkt, vor dem Berliner Rathaus und auf dem Platz vor dem Schloss in Charlottenburg. Potsdam vor den Toren Berlins besinnt sich in der Vorweihnachtszeit auf Traditionen: Jedes Jahr stattet Sinterklaas dem Holländischen Viertel einen Besuch ab. Der Nikolaus aus dem Nachbarland reist per Schiff an und reitet auf einem Schimmel in die 1740 errichtete Häuserzeile - diesmal am 10. und 11. Dezember.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer