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Eine verstopfte Flugzeugtoilette gilt nicht als ein außergewöhnlicher Umstand. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Eine verstopfte Flugzeugtoilette gilt nicht als ein außergewöhnlicher Umstand. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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Eine verstopfte Flugzeugtoilette gilt nicht als ein außergewöhnlicher Umstand. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Wenn sich eine Flugreise wegen einer verstopften Bordtoilette stark verspätet, steht Passagieren eine Entschädigung zu. Die Fluggesellschaft kann sich nicht auf außergewöhnliche Umstände berufen, entschied das Amtsgericht Frankfurt am Main.

In dem verhandelten Fall wollte der Kläger von Frankfurt über Moskau nach Bangkok fliegen. Wegen einer verstopften Bordtoilette verzögerte sich der Abflug in Deutschland, wodurch der Mann den Anschlussflug in Moskau verpasste. Er erreichte Thailand mit mehr als vier Stunden Verspätung und forderte eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht von der Airline.

Zu Recht, entschied das Gericht. Die verstopfte Toilette sei kein außergewöhnlicher Umstand, der sie von der Pflicht zur Zahlung einer Entschädigung entbunden hätte (Az.: 29 C 2454/15(21)). Über den Fall berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift «ReiseRecht aktuell».

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