Spektakuläre Kulisse: Das Festival G! findet in einer Bucht des 400-Seelen-Dorfes Syðrugøta auf den Färöer-Inseln statt. Foto: Visit Froe Islands/Olavur Frederiken
Spektakuläre Kulisse: Das Festival G! findet in einer Bucht des 400-Seelen-Dorfes Syðrugøta auf den Färöer-Inseln statt. Foto: Visit Froe Islands/Olavur Frederiken

Spektakuläre Kulisse: Das Festival G! findet in einer Bucht des 400-Seelen-Dorfes Syðrugøta auf den Färöer-Inseln statt. Foto: Visit Froe Islands/Olavur Frederiken

Feiern im stillgelegten Kraftwerk: Das Flow in Helsinki findet in diesem Jahr vom 12. bis 14. August statt. Foto: Visit Finland/Jussi Hellsten

Inmitten von Kränen steigt das Melt-Festival in Sachsen-Anhalt. Ein Tipp für alle, die zum Feiern nicht ins Ausland reisen wollen. Foto: Melt/Stephan Flad

Das Festival Exit steigt auf der alten Festung Petrovaradin im serbischen Novi Sad vom 7. bis 10. Juli. Die Gäste: unter anderem Ellie Goulding, Wiz Khalifa oder Robin Schulz. Foto: EXIT Photo Team

Wer elektronische Musik mag, ist beim Amsterdam Dance Event vom 19. bis 23. Oktober richtig. 2000 Künstler spielen dann in den Clubs der Stadt. Foto: Amsterdam Dance Event

Party am Strand: Das Electric Elephant Festival wird in Kroatien im Ort Tisno gefeiert. Foto: Electric Elephant Festival

Das Festival am «Mount Klotz» in Karlsruhe heißt schlicht: Das Fest. Der Eintritt kostet nur fünf Euro. Foto: DAS FEST Karlsruhe/Paul Gärtner

Das Spot-Festival in Aarhus steigt in den Clubs der gesamten Stadt. Meist treten skandinavische Bands auf. Foto: Visit Denmark/Stefan Antoni Jensen

Rund 400 000 Menschen kommen zum Sziget-Festival auf die Donauinsel Óbuda nach Budapest. Foto: Ungarisches Tourismusamt/Balázs Mohai

Das Sziget-Festival in Budapest steigt in diesem Jahr vom 10. bis 17. August - eine Woche Party und Ausgelassenheit. Foto: Ungarisches Tourismusamt/Sándor Csudai

Es ist eines der weltweit größten Events für Raver: das Tomorrowland-Festival im belgischen Boom. Foto: Tomorrowland

Das Sea Dance Festival in Montenegro ist ein Ableger des Exit in Serbien. Hier können Gäste Party am Wasser machen. Foto: Sea Dance Festival

Das Exit-Festival in Serbien sollte nach dem Zerfall Jugoslawiens die Kultur wiederbeleben. Foto: EXIT Photo Team

Zwanglos und entspannt ist das Festival Appletree Garden im holländischen Diepholz. Man trifft sich mitten im Bürgerpark. Foto: Appletree/Oliver Schweers

Elektrobeats am Niederrhein: Das Festival Parookaville am Flughafen Düsseldorf-Weeze ist etwas speziell: Besucher bekommen ein «Visum» für das Feier-Wochenende. Foto: Parookaville/Felix J. Hild

Fette Beats: Wer gerne Hip Hop hört, ist auf dem Splash-Festival richtig. Foto: Stephan Flad

Ob Aarhus, Boom oder Novi Sad - viele Städte in Europa haben sich als Festivalstätte bereits einen Namen gemacht. Foto: dpa-infografik

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Spektakuläre Kulisse: Das Festival G! findet in einer Bucht des 400-Seelen-Dorfes Syðrugøta auf den Färöer-Inseln statt. Foto: Visit Froe Islands/Olavur Frederiken

Berlin (dpa/tmn) - Mancher mag das Feiern in der großen Masse mit den angesagten Headlinern der Musikszene, andere bevorzugen Beschaulicheres an abgeschiedenen Orten. Bald ist es wieder soweit: Die Festivalsaison rückt immer näher. Und diese Events in Europa sind auf jeden Fall einen Besuch wert:

Die größten Festivals: 400 000 Besucher tummeln sich beim Sziget-Festival mitten in Budapest – auf der Donauinsel Óbuda. Eine Woche lang wird hier zu gemischter Musik gefeiert, vom 10. bis 17. August. 50 Bühnen, 200 Programmpunkte pro Tag.

Im Nachbarland wird in der gleichen Größenordnung gefeiert: Das Exit-Festival findet auf der alten Festung Petrovaradin in Novi Sad in Serbien statt. Vom 7. bis 10. Juli treten hier Stars wie Ellie Goulding, Wiz Khalifa oder Robin Schulz auf. Im Jahr 2000 veranstalteten Studenten das Festival zum ersten Mal. Exit sollte nach dem Zerfall Jugoslawiens die Kultur wiederbeleben. Heute gehört es zu den größten Europas.

Vom 22. bis 24. Juli verwandelt sich die Stadt Boom in Belgien in eine Märchenwelt: Das Tomorrowland gehört zu den größten Elektrofestivals der Welt. Hier fängt die Party schon auf der Hinfahrt an: Busse, Züge und Flugzeuge karren die Besucher nach Flandern. «Hier treffen sich die Stars der Szene», sagt Simon Zehender von der Website Festivalticker.de. «Tomorrowland ist einfach nur ein Hyper-Kommerz.» Und immer mehr Festivals übernehmen diese Elektro-Märchenwelt. Beispielsweise das Parookaville vom 15. bis 17. Juli am Flughafen Weeze am Niederrhein. «Das Festival ist wie eine kleine eigene Stadt. Hier sind die Besucher die Bürger und haben sogar Visa für das Wochenende», berichtet Zehender.

Die besonderen Locations: Zwischen mächtigen Kränen tanzt man in Ferropolis, der Stadt aus Eisen bei Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt). Wo einst Kohle abgebaut wurde, findet vom 15. bis 17. Juli das Festival Melt statt. Wer auf Hip-Hop steht, sollte eine Woche früher kommen zum Splash-Festival (8. bis 10. Juli).

«Vier Tage Ferienkommunismus, das größte Ferienlager der Republik»: So nennen die Veranstalter der Fusion ihr Festival. Für den Kauf der Tickets für das Event vom 29. Juni bis 3. Juli muss man ausgelost werden. Vielleicht macht genau das die Fusion auf dem alten Militärflughafen in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) so besonders. «Die Fusion ist wie eine andere Welt», sagt Christine Neder, Bloggerin von lilies-diary.com. «Alles ist mit so viel Liebe gemacht und es gibt tolle Workshops».

Auch auf dem Hügel der Günther-Klotz-Anlage in Karlsruhe findet vom 22. bis 24. Juli ein Festival statt: Offiziell heißt es ganz einfach: Das Fest. «Das Ambiente ist toll. Die Bühne ist am Fuße eines Hügels, auf dem die Besucher sitzen, und mitten durch das Gelände fließt ein kleiner Bach», erklärt Marion Schäfer, Bloggerin von escape-from-reality.de.

Das Feiern am Strand: Mit den Füßen im Sand tanzen, verschwitzt ins Meer springen und die Brise riechen: Festivals direkt am Strand haben einen ganz besonderen Charme. Etwa das Festival G! in einer Bucht des 400-Seelen-Dorfes Syðrugøta auf den Färöer-Inseln (14. bis 16. Juli). Im Hintergrund liegen die typischen skandinavischen Holzhütten, die Bucht ist von Klippen umgeben und ähnelt einem natürlichen Amphitheater. Und angesichts der für Mittlereuropäer etwas frischeren Sommertemperaturen oben im Norden gibt es Saunen zum Aufwärmen.

Die Festivals mit Citytrip: «Entweder man geht auf ein Festival fernab an einen anderen Ort oder kombiniert es mit einem Citytrip», findet Bloggerin Christine Neder. Sie empfiehlt für letzteres das Flow in Helsinki. Ein stillgelegtes Kraftwerk mitten in der finnischen Hauptstadt verwandelt sich vom 12. bis 14. August zu einem Festivalgelände. Das Flow bietet eine Bühne für Newcomer und alte Hasen im Musikgeschäft.

In Aarhus in Dänemark findet das Spot-Festival nicht auf einem einzigen Gelände statt, sondern in der gesamten Stadt. Die Bühnen befinden sind in Clubs. «Die Atmosphäre ist ganz besonders», erzählt Marion Schäfer. «Man merkt, dass vor allem die Musik im Vordergrund steht. Es treten viele junge, recht unbekannte, meist skandinavische Bands auf, und Talentscouts sind unterwegs.» Sie hat das Festival mit einem Urlaub in einem Ferienhaus kombiniert: «Das war die perfekte Mischung.» Vom 28. April bis zum 1. Mai wird Aarhus wieder zur Musikstadt.

Auch Amsterdam bietet vom 19. bis 23. Oktober ein großes Clubfestival: Das Amsterdam Dance Event lockt mehr als 365 000 Besucher in die Stadt, über 2000 Künstler spielen in den Clubs. Und alles dreht sich um Elektro-Musik, Filme und Kunst. «Das Event ist eine Mischung aus einem Festival und einer Konferenz», sagt Zehender. «Hier treffen sich die Musiker der Szene und neue Künstler werden entdeckt».

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