Blick über St. Gallen
Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Im Jubiläumsjahr werden im Stiftsbezirk St. Gallen spezielle Führungen auf den Spuren des heiligen Gallus angeboten. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Da sieht Amazon alt aus: Im Rokokosaal der Stiftsbibliothek von St. Gallen lagern Tausende Originalhandschriften. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Ammann

Am Gallusbrunnen ist der berühmte Heilige allgegenwärtig. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Die Altstadt von St. Gallen lockt Besucher mit ihren Fachwerkhäusern. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Roland Gerth

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Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

St. Gallen (dpa/tmn) - Vor 1400 Jahren ließ sich der heilige Gallus in der Ostschweiz nieder und begründete damit St. Gallen. Die Stadt feiert das Jubiläum mit Ausstellungen und Festivals. Ganz nebenbei macht sie auch Amazon Konkurrenz.

Angefangen hat alles vor 1400 Jahren. Damals zog der Wandermönch Gallus vom Bodensee in das noch unerschlossene Gebiet des späteren St. Gallen. Als er stolperte und in einen Dornenstrauch fiel, deutete er dies einer Legende zufolge als Weisung Gottes, hier seine Einsiedlerzelle zu errichten. Aus der ehemaligen Einsiedelei wurde ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt.

Stiftsbezirk St. Gallen
Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Im Jubiläumsjahr werden im Stiftsbezirk St. Gallen spezielle Führungen auf den Spuren des heiligen Gallus angeboten. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Da sieht Amazon alt aus: Im Rokokosaal der Stiftsbibliothek von St. Gallen lagern Tausende Originalhandschriften. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Ammann

Am Gallusbrunnen ist der berühmte Heilige allgegenwärtig. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Die Altstadt von St. Gallen lockt Besucher mit ihren Fachwerkhäusern. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Roland Gerth

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Im Jubiläumsjahr werden im Stiftsbezirk St. Gallen spezielle Führungen auf den Spuren des heiligen Gallus angeboten. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

«Die Ankunft von Gallus im Jahre 612 ist ein wichtiger Moment in der Entwicklung unserer Region», erklärt Jennifer Deufel zum Auftakt ihrer Stadtführung. Das ganze Jahr wird deshalb in St. Gallen gefeiert.

«Das Kloster», wie es die St. Galler nennen, hat die Zeiten überdauert. Die barocke Stiftsanlage ist heute mit dem gesamten Stiftsbezirk Unesco-Weltkulturerbe. Die prachtvollen Doppeltürme der Stiftskathedrale sind weithin sichtbar und Wahrzeichen der Stadt.

Rokokosaal der Stiftsbibliothek
Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Im Jubiläumsjahr werden im Stiftsbezirk St. Gallen spezielle Führungen auf den Spuren des heiligen Gallus angeboten. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Da sieht Amazon alt aus: Im Rokokosaal der Stiftsbibliothek von St. Gallen lagern Tausende Originalhandschriften. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Ammann

Am Gallusbrunnen ist der berühmte Heilige allgegenwärtig. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Die Altstadt von St. Gallen lockt Besucher mit ihren Fachwerkhäusern. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Roland Gerth

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Da sieht Amazon alt aus: Im Rokokosaal der Stiftsbibliothek von St. Gallen lagern Tausende Originalhandschriften. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Ammann

Hauptattraktion ist die berühmte Stiftsbibliothek. In dicken Filzpantoffeln schlurfen die Besucher andächtig durch den Rokokosaal. Zu bestaunen gibt es Tausende von Schriften. «Davon kann Amazon nur träumen», meint Deufel und verweist stolz darauf, dass hier unter anderem mehr als 2000 mittelalterliche Originalhandschriften aufbewahrt werden. Noch bis November präsentiert die Stiftsbibliothek unter dem Motto «Leben - Legende - Kult» Handschriften und Drucke mit Bezug zum heiligen Gallus.

Draußen auf dem Klosterplatz laufen die Vorbereitungen für die Gallus-Feierlichkeiten ebenfalls auf Hochtouren. Zwei Hütten sollen ab dem 20. April dort stehen und einen Eindruck davon vermitteln, wie Gallus gelebt haben könnte. Gleichzeitig beginnt das Kleinkunstfestival «Herein! Begegnungen im Klosterviertel», bei dem Bewohner ihre Räume für Veranstaltungen öffnen. Das Festival dauert bis zum 13. Mai.

Gallusbrunnen
Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Aus der ehemaligen Einsiedelei des heiligen Gallus wurde erst ein Kloster, dann ein ganzer Stiftsbezirk und schließlich eine aufstrebende Stadt in der Ostschweiz. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Im Jubiläumsjahr werden im Stiftsbezirk St. Gallen spezielle Führungen auf den Spuren des heiligen Gallus angeboten. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Da sieht Amazon alt aus: Im Rokokosaal der Stiftsbibliothek von St. Gallen lagern Tausende Originalhandschriften. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Ammann

Am Gallusbrunnen ist der berühmte Heilige allgegenwärtig. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

Die Altstadt von St. Gallen lockt Besucher mit ihren Fachwerkhäusern. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus/Roland Gerth

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Am Gallusbrunnen ist der berühmte Heilige allgegenwärtig. Foto: St. Gallen-Bodensee Tourismus

«Schon im Februar wurde in der Mülenenschlucht Kunst installiert, die über das Gallusjubiläum hinaus wirken soll», sagt Deufel. Ein goldener Zylinder wurde im Bachbett versenkt. Wenn die Berechnungen stimmen, kommt die Zeitkapsel der Berliner Künstlerin Maria Eichhorn durch natürliche Erosion erst in 1400 Jahren wieder an die Erdoberfläche.

Ihren Weltruf verdankt die kleine Ostschweizer Stadt aber nicht nur dem heiligen Gallus und dem Weltkulturerbe des Stiftsbezirkes. «In Sachen Spitze war St. Gallen weltweit Spitze», erklärt Deufel. Der große Durchbruch kam mit der Erfindung der St. Galler Spitzen. Die Stickerei sah der echten Spitze täuschend ähnlich. Das Textilmuseum im Palazzo Rosso an der Vadianstraße zeigt in diesem Jahr neben der Dauerausstellung prachtvolle Kirchengewänder.

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