Port El Kantaoui ist ein Touristenziel, das vor rund 30 Jahren am Mittelmeer entstand.

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Port El Kantaoui. Mediterranes Flair in blitzweißer Umgebung.

Port El Kantaoui. Mediterranes Flair in blitzweißer Umgebung.

dpa

Port El Kantaoui. Mediterranes Flair in blitzweißer Umgebung.

Der kilometerlange Sandstrand, das zartschimmernde Meer, die knorrigen Olivenbäume - sie sind noch wie damals. Damals, als vor 30 Jahren der Staat Tunesien beschloss, ein großes touristisches Projekt zu verwirklichen, in der Nähe der Stadt Sousse: Port El Kantaoui.

Mittelpunkt und Herz ist der Yachthafen mit 340 Liegeplätzen, in dem prächtige Yachten und auch bescheidenere Boote aus aller Herren Länder - von Kopenhagen bis Marseille, von England bis zur Türkei - liegen, bis ihre Stunde im Frühling schlägt und die Besitzer sie aus dem Winterschlaf holen. "Erster Hafengarten des Mittelmeers" nennt sich der Hafen stolz, weil er von viel Grün und einem Zoo umgeben ist.

Mehr als 30 Hotels wurden inzwischen gebaut. Zum Glück keine Betonbunker und Bettenburgen, sondern fast alle auf einem großen Gelände mit wunderschönen Gartenanlagen, wo auch im Winter Blumen und Bäume blühen. Und mit Tennis-, Kinderspielplätzen und Golfanlagen, die nur wenige Schritte von Meer und Strand entfernt sind.

Ideal auch für Langzeit-Urlauber

Der Tourismus in Tunesien konnte gleich zwei Rekorde feiern: Im vergangenen Jahr gab es erstmals mehr als sieben Millionen Touristen und 38 Millionen Übernachtungen. Seit Jahren ist der Fremdenverkehr der wichtigste Wirtschaftszweig des Landes mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern. Die Urlauber kommen aus 25 verschiedenen Ländern: Franzosen und Deutsche an erster Stelle, viele Italiener und drei Millionen aus den übrigen nordafrikanischen Ländern Marokko, Algerien und Libyen. Tunesien gilt bei den Nachbarn als "am sichersten und billigsten", wenn sie für ein langes Wochenende mit dem Auto kommen.

Viele Deutsche überwintern zehn bis zwölf Wochen am Mittelmeer. Zum einen ist natürlich das Klima im Winter erheblich angenehmer als in Deutschland, auch wenn es gelegentlich stürmt und regnet. Zum anderen können Alleinreisende im Winter oft ohne Zuzahlung ein Doppelzimmer benutzen. Auch die günstigen Preise dürften eine Rolle bei der Buchung spielen.

Fremdenverkehrsamt Tunesien, Goetheplatz 5, 60313 Frankfurt am Main, Telefon 069/2970641, Fax 069/2970663.

Pauschalurlauber: Personalausweis, mindestens drei Monate gültig. Individualreisen: Reisepass. Deutsche können sich bis zu vier Monaten ohne Visum in Tunesien aufhalten, der Pass muss dann sechs Monate gültig sein.

Dinar dürfen nicht ein- und ausgeführt werden (außer Münzen). Reiseschecks und Kreditkarten werden in den meisten Hotels angenommen.

Außer in Supermärkten und staatlichen Souveniergeschäften muss man überall handeln, selbst im Taxi. Auch gibt es "Louage" genannte Sammeltaxen in den Städten, Linienbusse und teilweise Bahnen, wenn man Land und Leute auf eigene Faust kennenlernen und keinen organisierten Busausflug buchen will.

Ein weiterer Grund für Überwinterer dürfte das Animationsangebot vor allem in den Clubhotels sein, von Gymnastik an Land und Hallenbad, Bogenschießen und Darts bis zum Tanzkurs. Auch Segeln, Surfen, Schnorcheln kann man lernen.

Faszinierend sind die reichen Zeugen der Vergangenheit Tune- siens. Sousse blickt auf mehr als 3000 Jahre Geschichte zurück. Die Phönizier gründeten eine Siedlung, aus der eine blühende Stadt wurde. Später wurde sie von den Arabern erobert, von den Normannen im 12. Jahrhundert besetzt, von den Spaniern im 15. und den Franzosen im 17. Jahrhundert.

Die Medina, von Stadtmauern aus dem 9. Jahrhundert umgeben, mit Festungen, Moscheen, einer imposanten Zitadelle und der alten Stadt, wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Die Souks durchziehen die Medina mit unendlich vielen Gassen, mit zahllosen Läden und Kaffeehäusern.

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