Der Müggelsee im Bezirk Treptow-Köpenick ist ein beliebtes Ausflugsziel in der deutschen Hauptstadt.

Sonnenuntergang am Müggelsee. Keine Haifischflosse ist auf der Wasserfläche zu sehen.
Sonnenuntergang am Müggelsee. Keine Haifischflosse ist auf der Wasserfläche zu sehen.

Sonnenuntergang am Müggelsee. Keine Haifischflosse ist auf der Wasserfläche zu sehen.

Nöckel, dpa

Sonnenuntergang am Müggelsee. Keine Haifischflosse ist auf der Wasserfläche zu sehen.

Berlin. Das Filmtheater Union in Berlin-Friedrichshagen gibt es jetzt seit 100 Jahren, doch das hat das Programmkino in seiner langen Geschichte noch nicht erlebt: Seit nunmehr 84 Tagen ist die Nachmittagsvorstellung völlig ausgebucht. Wenn „Hai-Alarm am Müggelsee“ ausgelöst wird, bleibt keiner der 180 Sitze leer. Und bei den Besuchern kein Auge trocken – vor lauter Lachen über so viel Klamauk.

„Der Streifen hat zwar nicht an unserem See, aber bei uns im Kino einen Alarmzustand ausgelöst“, sagt Mitarbeiterin Undine Liebig. Seit der Premiere im März stehen die Menschen täglich Schlange. Reservierungen gibt es nur begrenzt. Höchstens werden, bei hohem Besuch, zusätzliche Stühle in den Saal gestellt.

Wie für Leander Haußmann, den Regisseur des Streifens: „Der Film ist sehr speziell. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Ist doch herrlich, wenn der Streifen hier so toll angenommen wird.“

Bunte Segelbötchen statt grauer Haifischflossen

Sein schräges Werk über ein unbekanntes Fischobjekt in der „Badewanne der Berliner“ ist besonders in Friedrichshagen und Köpenick Kult, schließlich spielen auch viele Einheimische mit.

Ansonsten standen für die Low-Budget-Komödie überaus prominente deutsche Gesichter vor der Kamera – Henry Hübchen, Tom Schilling, Katharina Thalbach, Michael Gwisdek, Detlev Buck. Alle spielten ohne Gage. 

Vor Wannsee und Tegeler See sind sie das größte Wassersportzentrum der Hauptstadt. Bootsausflüge über den See und die Spree sind bis in die Innenstadt möglich. Um einen Urlaubstag romantisch ausklingen zu lassen, können „Grillboote“ gemietet werden.

Tourismusverein Treptow-Köpenick, Telefon 030/655 7550.
www.berlin-tourismus-online.de

Wohnen im Grünen, aber in 22 Minuten per S-Bahn in die Berliner City zum Alexanderplatz fahren: Das neue Novasol-Ferienhausdorf „Rübezahl“, direkt am Müggelsee bei Köpenick, bietet komfortable Steinhäuser von 140 Quadratmetern Wohnfläche für acht Personen. Mit Sauna und Whirlpool, drei Schlafzimmern, drei Badezimmern, zwei TV-Flachbildschirmen, DVD-Player, Geschirrspüler, Internet und Endreinigung gratis. Haustier willkommen (kostenlos). Wochenmietpreis: zwischen 795 und 1365 Euro (je nach Saison). Ganz nah: Biergarten, Restaurant, Abenteuerspielplatz, Boots- und Fahrradverleih. www.novasol.de

Nach dem Filmerlebnis schlendern die Kinogänger die schmucke Bölschestraße hinunter zum See. Im Müggelpark mit Schiffsanleger und Biergarten fällt der erste Blick sofort auf die Wellen. Natürlich: Keine Haifischflosse ist zu sehen, stattdessen bunte Segelbötchen, Ausflugsdampfer und Surfer. Am Südufer gegenüber erheben sich die Müggelberge – mangels Konkurrenz mit stolzen 115 Metern Berlins höchstes Gebirge inmitten der Köpenicker Heide.

Auch im Strandbad Müggelsee in Rahnsdorf herrscht keine Hai-Panik, sondern fröhlicher Badebetrieb. Das bereits 1912 eröffnete Freibad kann mit Sandstrand, Sonnenschirmen, Strandkörben, FKK-Bereich, Biergarten und teils denkmalgeschützten Gebäuden aufwarten.

Blick in den Veranstaltungskalender

Auch die zahlreichen Jogger, Spaziergänger und Fahrradfahrer rund um den 13 Quadratkilometer großen See haben keine Scheu, zur Abkühlung in den elf Meter tiefen See zu springen.

Kurzurlauber aus Nordrhein-Westfalen erholen sich am Müggelsee prächtig vom Alltag zu Hause – oder von ihren Ausflügen in die Berliner City, die per S-Bahn in knapp einer halben Stunde bequem erreichbar ist. Nach dem Motto: Großstadttrubel und Oase im Kombi-Pack. 

Musik im Schlosspark Köpenick, immer mittwochs, 18 Uhr, open air. Vom 28. Juni bis 1. September: Köpenicker Blues- und Jazzfestival. Vom 9. bis 11. August: Treptower Hafenfest. „Hai-Alarm verlängert bis Ende Juli“ – Plakataufkleber im Union-Kino.

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