Die Gassen laden zum Bummeln ein: Puerto de Mogán gilt als schönstes Küstendorf Gran Canarias. Foto: Manuel Meyer
Die Gassen laden zum Bummeln ein: Puerto de Mogán gilt als schönstes Küstendorf Gran Canarias. Foto: Manuel Meyer

Die Gassen laden zum Bummeln ein: Puerto de Mogán gilt als schönstes Küstendorf Gran Canarias. Foto: Manuel Meyer

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Die Gassen laden zum Bummeln ein: Puerto de Mogán gilt als schönstes Küstendorf Gran Canarias. Foto: Manuel Meyer

Puerto de Mogán (dpa/tmn) – Bei Gran Canaria denken die meisten an Pauschaltourismus, Bettenburgen und Partymeilen an der Playa del Inglés. Doch das heißt noch lange nicht, dass man auf Gran Canaria nichts erleben kann. Sogar im touristischen Süden der Insel kommen Aktivurlauber auf ihre Kosten.

Obwohl Fuerteventura bekannter ist, gehört Gran Canaria zu den besten Surfrevieren Europas. Aus diesem Grund unterhält auch der ehemalige deutsche Windsurf-Profi und 42-fache Weltmeister Björn Dunkerbeck in Playa del Inglés eine eigene Surfschule. «Hier am Aguila-Strand können Anfänger und Fortgeschrittene 220 Tage im Jahr surfen. Wir haben immer gute Wellen, nicht zu groß und nicht zu klein, und eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 22 Grad», versichert Pedro Galeano, einer von Dunkerbecks Surflehrern. Könner verschlägt es an die Nordküste zwischen Las Palmas und Gáldar oder an die windige Ostküste nach Pozo Izquierdo, Vargas und Arinaga.

Die Wind- und Wetterbedingungen machen Gran Canaria auch zu einem erstklassigen Segelrevier, insbesondere die Südwestküste zwischen Arguineguin und Puerto de Mogán. Nicht selten können Segler dort Delfine und sogar Wale beobachten.

Jerry O'Connor betreibt seit 1998 seine Tauchbasis Canary Diving Adventures am Taurito-Strand ganz in der Nähe von Puerto de Mogán. Er taucht heute die «Cermonia II» an. Nur wenige Hundert Meter vom Strand entfernt liegt das knapp 36 Meter lange Boot auf dem sandigen Meeresgrund, in nur 19 Meter Tiefe. Trotz bester Sichtverhältnisse ist das Wrack erst kaum auszumachen. Ein Schwarm Gelbflossen-Grunzer bildet davor eine regelrechte Wand. Trompetenfisch, Sardinen und Bogas haben im Wrack ihr zu Hause gefunden.

«Natürlich ist das hier weder mit den Malediven noch mit dem Roten Meer zu vergleichen. Aber lass dich doch einfach mal überraschen», sagt Georg Wolf, bevor er zum nur wenige Meter entfernten Wrack der «Allegranza» abtaucht. Schon seit mehr als 24 Jahren lebt der Leiter der deutschen Extra Divers Tauchbasis in Puerto de Mogán. Er scheint jeden Fisch, jede Höhle, jeden Felsen hier zu kennen.

Und da kommt auch schon die Überraschung: ein U-Boot. Quietschgelb nähert es sich mit einem leisen Surren und ist eigentlich auch der Grund, warum das knapp 40 Meter lange Fischerboot «Allegranza» hier vor dem Hafen von Puerto de Mogán überhaupt versenkt wurde. Das U-Boot-Unternehmen hat gleich mehrere alte Schiffe in der Gegend untergehen lassen, um seine Touren noch abenteuerlicher zu machen.

Bei der mit 45 Meter sehr tief liegenden «Blue Bird» können Taucher im Blauwasser sogar Makrelen und Thunfische beim Jagen beobachten. Am Tauchspot El Perchel genießt man im Strömungstauchgang die Felslandschaft einfach im Vorbeitreiben. Am Mogán West und El Manatial sind die vulkanischen Felsen und Grotten nicht minder schön.

Einer der vielleicht bekanntesten Tauchplätze auf Gran Canaria ist allerdings El Cabrón im gleichnamigen Marineschutzgebiet von Arinaga an der Ostküste. Riesige Fischschwärme tummeln sich hier - Zackenbarsche, Barrakudas, Rochen, Kugelfische und sogar Engelhaie. In den Riffkanten und Höhlen verstecken sich Kraken und Muränen.

Die meisten Tauchspots findet man aber vor Puerto de Mogán. Die geschützte Lage im Südwesten und die Wetterverhältnisse machen es möglich, hier das ganze Jahr über zu tauchen. Puerto de Mogán ist zweifelsohne auch das schönste Küstendorf Gran Canarias.

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