Kensington Palast
Der Kensington Palace in London ist seit mehr als 300 Jahren das Zuhause der Royals - ab 26. März können Urlauber ihn wieder besuchen. Foto: Britta Gürke

Der Kensington Palace in London ist seit mehr als 300 Jahren das Zuhause der Royals - ab 26. März können Urlauber ihn wieder besuchen. Foto: Britta Gürke

dpa

Der Kensington Palace in London ist seit mehr als 300 Jahren das Zuhause der Royals - ab 26. März können Urlauber ihn wieder besuchen. Foto: Britta Gürke

London (dpa/tmn) - Im Kensington Palast mitten in London fanden schon Königin Victoria und Prinzessin Diana ein Zuhause. Demnächst ziehen William und Kate ein. Nach einem Umbau können Besucher jetzt tief in die Palastgeschichte eintauchen.

Aus der Holzvertäfelung flüstern Stimmen, in den düsteren Ecken scheinen sich Geister der einstigen Bewohner zu verstecken: Manchmal wirkt der neu gestaltete Kensington Palast mitten in London fast wie ein verwunschenes Schloss. Dann wieder scheint Licht durch die großen Fenster, und alles wirkt sehr modern. In den Mauern der königlichen Residenz steckt jede Menge Geschichte, aber auch in der Gegenwart hat der Palast seine Bedeutung. Im kommenden Jahr ziehen Prinz William und Kate in den Teil des Hauses ein, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Die Zimmer, die Besucher sehen dürfen, zeigen sich nach zwei Jahren Umbauphase vom 26. März an in komplett neuer Optik und mit neuem Inhalt.

Kate und William haben klangvolle Vorbewohner. Prinzessin Diana wohnte von 1983 bis zu ihrem Tod 1997 in einem Teil des Palastes. Queen Victoria wurde 1819 hier geboren und sah ihren geliebten Ehemann Prinz Albert hier zum ersten Mal. Auch die Jahrhunderte davor waren nicht arm an Dramen, Romanzen, Intrigen, Machtspielen und ganz persönlichen Schicksalen. Genau diese wollten die Macher der neuen Präsentation in den Mittelpunkt stellen.

«Wir wollten diesen Palast wirklich zugänglich machen», sagt Mit-Kuratorin Joanna Marschner. Das Ganze ist modern, farbenfroh und emotionsgeladen geraten. Statt ausufernder Historie gibt es vor allem Installationen, sprechende Wände und kreative Ideen.

Los geht es mit dem offenen Zugang schon gleich beim Eingang. Die prächtige, von Charles Bridgeman im 18. Jahrhundert entworfene Gartenanlage wurde weitestgehend wieder hergestellt. Vom Stadtpark Kensington Gardens aus geht es direkt ins Herz des Palastes. Von hier aus gibt es vier verschiedene Touren, die jeweils eine andere der vielen Geschichten aufgreifen, die das Gebäude zu erzählen hat.

Die Route durch die privaten Gemächer der Königin - «The Queen's State Apartments» - erklärt das Schicksal von Prinz William Henry und Königin Mary II. Die beiden hatten den Palast Ende des 17. Jahrhunderts für sich erworben. Sie blieben kinderlos, sie läuteten das Ende der Stuart-Dynastie ein.

Von dort geht es weiter in die prächtigen Räume des Königs - «The King's State Apartments». Hier können Besucher mit Hilfe eines Kartenspiels die Intrigen und Machtverteilungen am Hofe von George I. und II. kennenlernen.

Eine große, permanente Ausstellung ist dem Leben von Königin Victoria gewidmet. Mit Hilfe von Briefen, Gewändern, Schmuck, Kinderspielzeug und anderen Exponaten wird das Leben der Monarchin auf persönliche Weise nacherzählt. Nur vorübergehend ist die Tour und Ausstellung zu Prinzessin Diana. Bis zum 2. September werden einige ihrer legendären Kleider gezeigt. Wer ein Stück royale Geschichte mit nach Hause nehmen will, der hat im bestens mit Glanz und Glamour bestückten Shop ausreichend Auswahl.

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