Montevideo liegt direkt an der Mündung des Rio de la Plata. Foto: Detlef Berg
Montevideo liegt direkt an der Mündung des Rio de la Plata. Foto: Detlef Berg

Montevideo liegt direkt an der Mündung des Rio de la Plata. Foto: Detlef Berg

Der Palacio Salvo am Plaza Independencia gilt als Wahrzeichen Montevideos. Foto: Detlef Berg

Richtig heiß geht es in Montevideo beim Karneval zu, und gefeiert wird 40 Tage lang. Foto: Ivan Franco

Wahre Fundgruben: Trödelläden in Montevideo bieten Schätze aus der langen Musiktradition. Foto: Detlef Berg

Fleisch in Massen: Markthalle am Hafen von Montevideo. Foto: Detlef Berg

Montevideo am Rio de la Plata ist nicht nur zum Karneval eine Reise wert. Foto: dpa-tmn

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Montevideo liegt direkt an der Mündung des Rio de la Plata. Foto: Detlef Berg

Montevideo (dpa/tmn) - Montevideo zählt nicht zu den Touristenmagneten Südamerikas. Viele kommen nur für einen Tagesausflug aus Buenos Aires. Doch wer sich länger dort aufhält, bekommt einen tiefen Einblick in die Seele des Kontinents - 40 Tage Karneval inklusive.

Da gab's doch in den 60er Jahren den Film «Ein Haus in Montevideo» mit Heinz Rühmann! Und Fußballfans wissen, dass Uruguay bereits zweimal Fußballweltmeister wurde. Das war 1930 und 1950 und ist lange her. Und heute? Viel ist bei uns nicht bekannt über das kleine südamerikanische Land und seine Hauptstadt.

«Leider zählt Montevideo nicht zu den Touristenmagneten Südamerikas. Viele Gäste kommen nur für einen Kurzausflug vom benachbarten Buenos Aires zu uns herüber», klagt Reiseführer Rolando. «Dabei hat die Stadt so viel zu bieten.»

Um einen Überblick über die rund 1,3 Millionen Einwohner zählende Metropole zu bekommen, empfiehlt sich eine Stadtführung mit Ausgangspunkt an der Plaza Independencia. «Der Platz liegt genau zwischen dem modernen Geschäftszentrum und der Altstadt», erzählt Rolando. In seiner Mitte thront hoch zu Ross der Nationalheld José Artigas, der Vater der Unabhängigkeit.

Fotomotiv Nummer eins ist aber ein markantes Hochhaus im Zuckerbäckerstil: der Palacio Salvo. 105 Meter ragt der Bau in die Höhe. Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1928 zählte er zu den höchsten Gebäuden des Kontinents. Vorher befand sich an dieser Stelle die «Confiteria La Giralda». In diesem Kaffeehaus schrieb Gerardo Matos Rodriguez 1917 das Stück «La Cumparsito». «Das ist der vielleicht bekannteste und meistgespielte Tango», sagt Rolando und betont die wichtige Rolle seines Landes bei der Entstehung des Tanzes.

Am Ende der Fußgängerzone liegt der Mercado del Puerto. Das historische Gebäude mit seinen filigranen schmiedeeisernen Strukturen beherbergt zahlreiche Restaurants, die Meeresfrüchte, aber vor allem gegrilltes Fleisch anbieten. Alles, was das Rind hergibt - vom saftigen Steak bis zum Ochsenschwanz - brutzelt auf riesigen, von glühender Holzkohle erhitzten Grillrosten. Auch Geflügel und köstliche Morcilla-Würste liegen dort.

Man zeigt auf die Stücke seiner Wahl. Gegessen wird dann ganz bequem an gedeckten Tischen. Dazu wird ein kühles Chopp serviert, ein nach deutschem Reinheitsgebot gebrautes und frisch gezapftes Bier. Unbedingt probieren sollte man auch einen Tannat, einen kräftigen Rotwein aus der Region.

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