Würzburg (dpa/tmn) - Touristen brauchen sich in der Regel nicht vor einer Lepra-Infektion fürchten. Das gilt etwa für Urlaube in Indien, Brasilien oder Kenia, wo die Krankheit noch immer weit verbreitet ist.

Um sich anzustecken, müssten sich Reisende über Wochen in engem Kontakt mit nicht behandelten, infektiösen Leprakranken und bei einfachen hygienischen Verhältnissen aufhalten. Darauf weist die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe in Würzburg anlässlich des Welt-Lepra-Tag am Sonntag (30. Januar) hin.

Übertragen wird der Erreger meist durch eine Tröpfcheninfektion. Jede Grippe sei aber deutlich ansteckender, so die Experten. Lepra ist an nicht-juckenden, rötlichen und berührungsunempfindlichen Hautflecken oder Nervenausfällen zu erkennen. Das heißt zum Beispiel, man verbrennt sich an einem heißen Topf, ohne Schmerzen zu spüren.

Besteht ein Lepra-Verdacht, sollte man der Leprahilfe zufolge zu einem guten Hautarzt gehen und ihm von dem Verdacht berichten. Alternativ ist eine tropenmedizinische Ambulanz der beste Ansprechpartner. Behandelt wird mit Antibiotika, schon 24 bis 48 Stunden nach Therapiebeginn ist der Patient nicht mehr ansteckend. Nach sechs bis zwölf Monaten ist er geheilt.

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