OLT-Flugzeug in Bremen: Fluggäste sind bei Airlines nicht gegen eine Insolvenz abgesichert - es könnte also schwer werden, das Geld für ausgefallene Flüge zurückzubekommen. Foto: Carmen Jaspersen
OLT-Flugzeug in Bremen: Fluggäste sind bei Airlines nicht gegen eine Insolvenz abgesichert - es könnte also schwer werden, das Geld für ausgefallene Flüge zurückzubekommen. Foto: Carmen Jaspersen

OLT-Flugzeug in Bremen: Fluggäste sind bei Airlines nicht gegen eine Insolvenz abgesichert - es könnte also schwer werden, das Geld für ausgefallene Flüge zurückzubekommen. Foto: Carmen Jaspersen

dpa

OLT-Flugzeug in Bremen: Fluggäste sind bei Airlines nicht gegen eine Insolvenz abgesichert - es könnte also schwer werden, das Geld für ausgefallene Flüge zurückzubekommen. Foto: Carmen Jaspersen

Bremen (dpa/tmn) - Die finanziell angeschlagene Bremer Airline OLT hat alle Flüge gestrichen. Es droht die Zahlungsunfähigkeit. Passagiere, deren Flug ausgefallen ist, haben schlechte Karten, das Geld zurückzubekommen.

Die Fluglinie OLT Express Germany streicht alle Flüge. Es drohe die Zahlungsunfähigkeit, sagte Sprecher Matthias Burkard am Montag (28. Januar). «Der nächste Schritt ist die Insolvenzanmeldung, die zeitnah erfolgen wird.» 38 Flüge fielen am Montag aus. Mit 15 Flugzeugen bediente OLT bisher die Flughäfen Bremen, Dresden, Saarbrücken, Münster/Osnabrück und Karlsruhe/Baden-Baden.

Passagiere haben schlechte Karten, wenn sie sich das Geld für ausgefallene Flüge erstatten lassen wollen. Denn anders als bei Reiseveranstaltern ist der Fluggast bei Airlines nicht gegen eine Insolvenz abgesichert. «Die Ansprüche fließen lediglich in das Insolvenzverfahren», erläutert Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam. Dabei stünden Ansprüche der Passagiere in der Regel hinter denen anderer Gläubiger.

Betroffenen Fluggästen bleibe derzeit nur abzuwarten. Sobald das Insolvenzverfahren eröffnet ist, müssten die Ansprüche angemeldet werden. Fischer-Volk empfiehlt, die Airline zu kontaktieren.

Ende 2012 waren OLT zwei Großaufträge weggebrochen. Daraufhin hatte die Geschäftsführung ein Sanierungskonzept erarbeitet, das der Eigentümer - eine niederländische Investmentfirma - nun aber abgelehnt hat.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer