Beliebter Wintersport: Einer Studie zufolge fahren rund 7,4 Millionen Deutsche Ski.
Beliebter Wintersport: Einer Studie zufolge fahren rund 7,4 Millionen Deutsche Ski.

Beliebter Wintersport: Einer Studie zufolge fahren rund 7,4 Millionen Deutsche Ski.

dpa

Beliebter Wintersport: Einer Studie zufolge fahren rund 7,4 Millionen Deutsche Ski.

München (dpa/tmn) - Fast jeder zehnte Deutsche steigt auf die alpinen Bretter: Rund 9 Prozent der Bundesbürger sind im Winter 2009/10 Ski gefahren. Das sind hochgerechnet rund 7,4 Millionen. Hochburg der Skifahrer ist aber nicht etwa München.

Rund 7,4 Millionen Deutsche standen im vergangenen Winter auf Skiern, lautet ein Ergebnis einer repräsentativen Grundlagenstudie über den Wintersport in Deutschland. Erhoben wurden die Daten von der Sporthochschule Köln und der Stiftung Sicherheit im Skisport des Deutschen Skiverbandes (DSV).

Als Skihochburg erweist sich dabei ein Bundesland fernab aller Berge: In Hamburg seien 15 Prozent der Einwohner aktive Skiläufer, erklärte Prof. Ralf Roth von der Sporthochschule auf der Internationalen Wintersportmesse ispo in München (6. bis 9. Februar). Auf eine höhere Quote kommt kein anderes Bundesland. Mit dem Snowboard jagten in der vergangenen Saison außerdem 2,4 Prozent der Deutschen die Hänge hinab, auf Langlaufski glitten 2,9 Prozent der Befragten durch den Schnee.

Die Studie zeigt, dass viele Deutsche Wintersport ausprobiert haben, aber nicht dabeigeblieben sind: 52 Prozent der Befragten gaben an, dass sie bereits Wintersporterfahrung gesammelt haben. Dabei zählten allerdings auch Rodeln oder Schneeschuhwandern. Alpine Skifahrer sind ihrem Sport dabei am treuesten: Knapp die Hälfte derer, die einmal angefangen haben, sind noch aktiv. Bei Snowboardern liegt der Anteil bei rund 46 Prozent, von den Langläufern gehen nur noch knapp 27 Prozent regelmäßig auf die Loipe - wohl auch, weil die Anfangsinvestitionen vergleichsweise gering sind und man Langlaufen so einfacher mal ausprobieren kann, vermutete Prof. Roth.

Der Hauptgrund fürs Aufhören sind die Kosten: 34 Prozent planen keinen Wintersporturlaub im kommenden Jahr, weil er ihnen zu teuer ist. Aber auch familiäre und gesundheitliche Gründe spielen für jeweils rund ein Fünftel eine Rolle. Aus ökologischen Gründen verzichten nur 4 Prozent aufs Skifahren.

81 Prozent der aktiven Wintersportler sind zu ihrem jüngsten Skiurlaub mit dem Auto angereist, 12 Prozent mit dem Bus und 8 Prozent mit der Bahn. Nicht jeder kann sich einen Skiurlaub leisten, das zeigen die Ergebnisse der Studie ebenfalls: Nur 4 Prozent der Skifahrer sind Alleinerziehende mit Kindern. Zwei-Personen-Haushalte ohne Kinder sind dagegen mit 39 Prozent der Skifahrer sehr stark auf den Pisten vertreten. Bei den Berufsgruppen dominieren Angestellte (37 Prozent), Rentner (19 Prozent) und Selbstständige (14 Prozent).

Noch ist das Skifahren eine Männerdomäne, nur 42 Prozent der Alpinfahrer sind Frauen. Bei den über 60-Jährigen - mit 29 Prozent aller Skifahrer die größte Altersgruppe - kommen die Frauen sogar nur auf 22 Prozent. Doch das wird sich der Studie zufolge ändern: Je jünger die Fahrer, desto mehr dreht sich das Bild. In der zweitgrößten Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen bilden die Frauen mit 58 Prozent heute sogar klar die Mehrheit.

Für die Studie wurden zunächst 2000 Menschen im Alter von 14 bis 70 Jahren telefonisch befragt. In einem zweiten Schritt wurden einer Auswahl von 4000 Wintersportlern online 94 Fragen gestellt.

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