Oberammergau/München (dpa/tmn) - Tourenskigeher können ab dem 16. Dezember in den Ammergauer Alpen die erste beschneite Aufstiegsroute emporklettern: Von der Talstation der Kolbensesselbahn gehts über 450 Höhenmeter entlang der Skipiste zur Kolbensattelhütte.

Sie soll die Gefahr verringern, dass Tourengeher und Skifahrer zusammenstoßen, erklärt das Tourismusbüro der Ammergauer Alpen. Deshalb wurde auch ein 18 Meter langer Tunnel angelegt, in dem die Tourengeher unter der Abfahrt hindurchgleiten. Schneekanonen sollen die Spur schneesicher machen. Das ist laut den Touristikern bisher einmalig in den Alpen.

Die eigene Aufstiegsroute sei notwendig geworden, weil immer mehr Tourengeher den Sport als Fitnesstraining betreiben und so am Rand der Pisten aufsteigen. Dadurch sparen sie sich die anspruchsvolle Abfahrt im Tiefschnee und entgehen der Lawinengefahr. Das Nebeneinander von Skifahrern und Tourengehern sei jedoch «ein ewiger Streitpunkt», erklärt Thomas Bucher vom Deutschen Alpenverein in München. Auch andere Skigebiete haben darauf reagiert: Um Zusammenstöße zu vermeiden, hat zum Beispiel Garmisch-Partenkirchen spezielle Abende festgeschrieben, an denen die Skipiste ganz den Tourengehern gehört.

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