Insel Djerba
Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Tunesien verschärft.

Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Tunesien verschärft.

Tunesisches Fremdenverkehrsamt/dpa/tmn

Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Tunesien verschärft.

Berlin (dpa) - Wegen der Unruhen in Tunesien rät das Auswärtige Amt von Reisen in das nordafrikanische Land vorerst ab. Das Außenministerium verschärfte am Donnerstag (13. Januar) seine entsprechenden Hinweise.

Wörtlich heißt es darin nun: «Aufgrund der unsicheren Lage wird derzeit von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Tunesien abgeraten.» Nach Schätzungen von Reiseveranstaltern halten sich derzeit etwa 10 000 Bundesbürger in Tunesien auf. Zudem leben etwa 3000 Deutsche dauerhaft in dem nordafrikanischen Land, darunter auch viele Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft.

Nach Ansicht von Experten dürfen Tunesien-Urlauber ihre Reise aufgrund der Unruhen jetzt kostenlos stornieren. Der Veranstalter müsse den Reisepreis dann erstatten, erklärte Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg in Potsdam am Donnerstag. Darüber hinaus zu Schadensersatzzahlungen - zum Beispiel wegen entgangener Urlaubsfreuden - seien die Unternehmen dagegen nicht verpflichtet.

Müssen Reisende, die bereits in Tunesien sind, ausgeflogen werden, habe der Veranstalter die Rückkehr zu bezahlen, sagte Fischer-Volk. Mehrkosten, die zum Beispiel dadurch entstehen, dass der Rückflug teurer ist als der ursprünglich gebuchte, übernehmen Veranstalter und Urlauber jeweils zur Hälfte. Die bereits am Ort verbrachten Urlaubstage müsse der Reisende bezahlen.

Angesichts des verschärften Sicherheitshinweises bieten erste Reiseveranstalter bereits kostenlose Umbuchungen an. Marktführer Tui und der Thomas-Cook-Konzern mit der Hauptmarke Neckermann Reisen erklärten, dies gelte zunächst für alle Anreisen bis einschließlich 24. Januar.

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