Skischule
Die Ausbildung in Skischulen soll einheitlicher werden, damit sich Schüler besser orientieren können.

Die Ausbildung in Skischulen soll einheitlicher werden, damit sich Schüler besser orientieren können.

ZB Funkregio Ost/dpa

Die Ausbildung in Skischulen soll einheitlicher werden, damit sich Schüler besser orientieren können.

Wolfratshausen (dpa/tmn) - Die Ausbildung in Skischulen soll einheitlicher und transparenter werden. Die Inhalte würden ab der kommenden Wintersaison in vier Gruppen entsprechend der Schwierigkeitsgrade der Pisten eingeteilt, erklärte Andrea Müller vom Deutschen Skilehrerverband (DSLV).

Die Lernebene der Einsteiger ist mit der Farbe Grün gekennzeichnet, Fortgeschrittene besuchen blaue Kurse, Könner rote und Experten schwarze. Diese Systematik gilt für Skifahrer, Snowboarder und Langläufer. Sie soll die Ausbildung, die sich bisher von Skischule zu Skischule teilweise stark unterschieden hat, transparenter machen, sagte Müller vom DSLV. So sollen die Schüler wissen, was sie in welcher Stufe lernen.

Im Bereich Ski Alpin beispielsweise versuchen sich Einsteiger an Pflugkurven und dem Aufsteigen in Treppen- und Grätenschritt. In schwarzen Kursen feilen die Skilehrer dagegen an der Tiefschnee- und Buckelpistentechnik ihrer Schüler und bringen ihnen bei, souverän in Parks zu springen.

Eine Broschüre mit den Lerninhalten der verschiedenen Stufen gebe es noch nicht, erläuterte Müller, sie soll aber bald kommen. Bei aller Einheitlichkeit sollen den Skischulen auch genug Freiheiten bleiben, Kurse an die Bedürfnisse ihrer Schüler anzupassen und eigene Kurse anzubieten: etwa Skisafaris oder Freeride-Kurse.

Bisher hätten rund 120 Skischulen die «DSLV Schneesport Philosophie» unterschrieben, sagt Müller - weniger als die Hälfte der 270 Mitgliedsschulen in Deutschland. «Das ist für manche ein Umdenkprozess, lang etablierte Kriterien zu ändern», erklärte sie das Zögern mancher Schulen. «Das kann man nicht ad hoc verlangen.» Die großen Schulen hätten sich aber verpflichtet. «Auf Dauer rechnen wir damit, dass der größte Teil der Schulen mitmacht.»

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