Hamburg (dpa/tmn) - Jütlands größte Stadt Århus schreibt sich wieder Aarhus. Seit Anfang 2011 gilt die Schreibweise mit dem Doppel- statt mit dem Kringel-A. Sie war auch früher schon üblich, bevor eine Rechtschreibreform nach dem Zweiten Weltkrieg das Sonderzeichen vorschrieb.

Das Sonderzeichen ist nun nicht mehr mit der Globalisierung vereinbar. Touristen müssen sich darauf einstellen, dass die Kringel-A-Variante bald verschwindet: «Auf den Ortsschildern, in Broschüren oder auf Briefpapier der Stadt wird das sukzessive geändert», sagt Reiner Büchtmann, Sprecher des Tourismusbüros VisitDenmark in Hamburg.

Die Universitätsstadt in Ostjütland nimmt damit unter anderem Rücksicht auf die Computertastaturen anderer Länder, die kein Kringel-A kennen. Auf Landkarten und Verkehrsschildern an der Autobahn dürfte aber die bisherige Variante noch zu finden sein. Der Beschluss des Stadtrates betrifft zunächst nur Aarhus selbst. Für Urlauber dürfte die Änderung kaum Schwierigkeiten bereiten, zumal auch die Schreibweise Aarhus in der Vergangenheit zu sehen war. Die schwierigere Frage ist ohnehin die der Aussprache - und die bleibt gleich: Kringel- und Doppel-A klingen beide wie ein kurzes «O».

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