Wegen des engen Sommerferienkorridors zeichnet sich bereits ab, dass es in Griechenland Engpässe bei den Betten geben wird. Foto: Marketing Greece
Wegen des engen Sommerferienkorridors zeichnet sich bereits ab, dass es in Griechenland Engpässe bei den Betten geben wird. Foto: Marketing Greece

Wegen des engen Sommerferienkorridors zeichnet sich bereits ab, dass es in Griechenland Engpässe bei den Betten geben wird. Foto: Marketing Greece

dpa

Wegen des engen Sommerferienkorridors zeichnet sich bereits ab, dass es in Griechenland Engpässe bei den Betten geben wird. Foto: Marketing Greece

Berlin (dpa/tmn) - Der Ferienkorridor ist in diesem Sommer in Deutschland extrem schmal: Die Ferien aller Länder erstrecken sich auf einen Zeitraum von nur 71 Tagen - in anderen Jahren sind es bis zu 90 gewesen. Urlauber müssen mit Staus und überbuchten Hotels rechnen.

Die Sommerferien aller Länder erstrecken sich in diesem Jahr auf nur 71 Tage. Im Jahr 2012 und 2013 waren es immerhin noch über jeweils 85 Tage. «Ideal wären 92 Tage», sagt Torsten Schäfer von Deutschen Reiseverband (DRV).

«Je enger der Korridor, desto mehr Staus, desto überfüllter die Züge, desto überbuchter die Hotels», erklärt Schäfer die Nachteile der Überschneidung. Reisende sollten sich in diesem Sommer vor allem auf der Autobahn A 8 in Süddeutschland auf viele Verkehrsbehinderungen einstellen. Laut dem DRV ist sie der «Stau-Spitzenreiter».

Auch auf die Hotelpreise könnte sich der enge Korridor auswirken. Weil sich die Nachfrage der Urlauber ballt und Hotels in beliebten Tourismusregionen stark ausgelastet sind, steigen die Durchschnittspreise in der Hauptsaison unter Umständen. «Für Griechenland zeichnet sich ab, dass es dort in diesem Sommer zu Engpässen kommen wird», sagt Schäfer vom DRV, «wer sich nicht bald entscheidet, könnte am Ende leer ausgehen.»

Der Reiseveranstalter Alltours registriert bereits eine erhöhte Zahl an Frühbuchern. Mehr als 60 Prozent des Sommerangebots seien verkauft, in den Sommerferien noch mehr, teilte der Veranstalter auf der Reisemesse ITB in Berlin mit. Das sei deutlich mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. «Urlauber sollten nicht auf viele Schnäppchen und Last-Minute-Angebote in den Sommerferien hoffen, da das Hotelangebot aufgrund der Frühbucherwelle bereits stark eingeschränkt ist», erklärte Geschäftsführer Dieter Zümpel.

Als erstes beginnen die Ferien in diesem Jahr am 7. Juli in Nordrhein-Westfalen. Den spätesten Ferienstart haben Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg am 31. Juli. Kritisch wird es vor allem vom 31. Juli bis zum 19. August - dann haben alle Länder auf einmal Schulferien. Im vergangenen Jahr war das nur an einem Tag der Fall.

Die Reisebranche warnt bereits vor negativen Konsequenzen für Touristen in Deutschland und sieht die zuständigen Kultusminister der Bundesländer in der Pflicht, den Korridor zu strecken. «Jeder Tag, der wegfällt, bedeutet für die Branche einen Verlust zwischen 30 und 120 Millionen Euro», sagte vor wenigen Tagen Reinhard Meyer vom Deutschen Tourismusverband (DTV).

Einem Zeitungsbericht zufolge haben sich die Länder nun zum Handeln entschlossen: Wie aus einer Beschlussvorlage der Ministerpräsidentenkonferenz hervorgehe, sollen die Kultusminister der Länder dazu aufgefordert werden, «für die Sommerferien einen Zeitraum von 90 Tagen weitmöglichst auszuschöpfen», berichtet die «Rheinische Post». Die Neuerung soll für die Ferienplanung der Jahre 2018 bis 2024 gelten, so das Blatt.

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